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Porträts "Leitarten" in Nord- und Ostsee: Was lebt da eigentlich alles?

Der BUND-Arbeitskreis Meer und Küste stellt im Rahmen der BUND-Schwerpunktthemen Biodiversität und Klimaänderung sogenannte "Leitarten" vor. Die Tiere und Pflanzen in Nord- und Ostsee und an Deutschlands Küsten faszinieren uns mit ihrer Vielfalt und ihren Eigenheiten.

Anhand der Leitarten-Portäts zeigt der BUND zum einen die besondere Vielfalt dieser Regionen. In den Texten machen die Autor*innen aber auch deutlich, was für fatale Konsequenzen Veränderungen des Lebensraums auf diese Arten und das Gleichgewicht der Natur haben können.

Und sie informieren darüber, was der BUND zum Schutz der Tiere und Pflanzen unternimmt und fordert. 

Wir haben die Leitarten-Porträts in vier Kategorien aufgeteilt:

  • Über dem Meer: Hier stellen wir Ihnen Arten vor, die übers Meer während ihrer Wanderungen ziehen, die auf dem Meer zum Ausruhen verweilen oder ins Meer zur Nahrungssuche eintauchen. Vom Schiff oder während ihrer Aufenthalte auf dem Land können wir sie gut beobachten und uns von ihrer Vielfalt beeindrucken lassen. 
  • An der Küste: Hier stellen wir Ihnen Arten vor, die nicht direkt im Meer vorkommen, aber im Einfluss des Meerwassers stehen. Sie haben meist fantastische Strategien, um mit Umflutungen, schwankendem Salzgehalt, Wind und Sandflug umzugehen. Eine zauberhafte Welt zum Entdecken!
  • Im Meerwasser: Hier stellen wir Ihnen Arten vor, die im Wasser schweben und sich von den Strömungen treiben lassen. Sie werden zum sogenannten Plankton zusammengefasst. Oder Arten, die aktiv im Wasserkörper schwimmen, das sogenannte Nekton. All diese Arten tauchen immer mal wieder vor unseren Augen auf oder kommen manchmal sogar zum Ausruhen an Land – wie die beliebten Robben. 
  • Am Meeresboden: Hier stellen wir Ihnen Arten vor, die dauerhaft oder meist am Boden verweilen. Sie gehören zum sogenannten Benthos. Sie sind oft von einer Wassersäule bedeckt und entziehen sich daher unseren Blicken. Nur die Gezeiten legen diese Lebewesen sporadisch frei, so dass sie von uns beispielsweise während einer Wattwanderung entdeckt werden können. 

Wenn Sie mehr über die Lebewesen einer bestimmten Kategorie wissen möchten, können Sie die Liste der Leitarten über den Kategorie-Filter einschränken. Viel Spaß beim Stöbern!

Alle Leitarten im Überblick

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Aal

Der Europäische Aal (Anguilla anguilla) hat einen einzigartigen und langen Lebenszyklus. Er reist in seinem Leben von der Sargassosee in unsere Gefilde und wieder zurück. Doch diese "Wanderschaften" sind zunehmend gefährdet.

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Austernfischer

Kein Watvogel ist ganzjährig an der Küste so allgegenwärtig wie der Austernfischer. Seine lauten Rufe und die auffallende Trillerbalz sind bei Tag und Nacht zu hören. Die kontrastreiche Färbung des "Halligstorches" und seine Größe – stolze 500 Gramm Gewicht und 43 Zentimeter Länge – tun ein übriges, dass dieser unverwechselbare Watvogel überall ins Auge fällt.

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Bakterien

Bakterien repräsentieren die Kleinsten und gleichzeitig wichtigsten Mitglieder unseres Ökosystems Erde. Sie bestehen in der Regel aus einer Zelle und spielen eine zentrale Rolle zum Erhalt unseres Planeten. Sie erfüllen verschiedene wichtige Aufgaben im Ökosystem Meer.

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Basstölpel

Basstölpel (Morus bassanus) sind große Seevögel, ihr Gefieder ist bis auf die schwarzen Flügel- und Schwanzspitzen fast reinweiß. Das cremefarbenes Kopfgefieder, der hellgraue Schnabel und die wie mit Tusche umzeichneten Augen geben dem Basstölpel ein elegantes Aussehen. An Land bewegen sie sich zwar eher plump, sie sind jedoch geschickte Flieger und Taucher.

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Blumentiere

Seenelken, Zylinderrosen, Zwerganemone, Wachsrosen, Seedahlie, Nelkenkorallen – die Rede ist nicht von Blumenarten sondern von Blumentieren (Anthozoa). Diese Tierklasse besiedelt weltweit alle Meere, so auch unsere Nord- und Ostsee.

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Darmtang

Im Frühjahr ergrünen nicht nur Wiesen und Wälder, sondern auch Ostsee und Wattenmeer. Wenn die Sonne im Frühjahr wieder an Kraft gewinnt, beginnen im Flachwasser die Algen zu sprießen, auf Muschelschalen und Steinen sieht man zarte, hellgrüne Algenbüschel. Wenn man näher hinschaut, erkennt man ihre Vielfalt: schlauch- oder bandförmig, glatt oder schraubig, fädig oder verzweigt. Trotz dieser Formenvielfalt gehören sie aber fast immer zur gleichen Gattung, dem Darmtang.

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Eiderente

Zu jeder Jahreszeit kann man im Wattenmeer und an der Ostsee Eiderenten beobach­ten. Sie schwimmen in kleinen oder großen Schwärmen auf dem Wasser, fliegen flach über die Wellen oder sitzen auf Sandbänken und an geschützten Stränden. Im Winter fällt die Art besonders auf, da die skandinavischen Brutbestände bei uns überwintern.

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Europäischer Hummer

Mit seinen großen Scheren zerkleinert der Europäische Hummer härteste Muschelschalen und droht seinen Artgenossen und Feinden. An den Strand kommt der scheue Kraftprotz nie. Und wenn ein Taucher ihn bedrängt, schießt er verblüffend schnell rückwärts davon.

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Gewöhnlicher Strandflieder

Der Gewöhnliche Strandflieder (Limonium vulgare) oder Halligflieder ist eine Pflanzenart aus der Familie der Bleiwurzgewächse (Plumbaginaceae). Trotz des Namens ist er mit dem Flieder, den wir aus unseren Gärten kennen, nicht verwandt.

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Graugans

Unsere weißen Hausgänse stammen von unserer häufigsten Wildgans, der Graugans, ab. Und obwohl die Hausgänse schon seit 3.000 Jahren in Gefangenschaft gezüchtet werden, halten sich entflogene Hausgänse immer noch gern in der Gesellschaft der Graugänse auf.

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Hai

Haie sind eines der ältesten Erfolgsmodelle unter den Fischen – seit fast 400 Millionen Jahren stehen sie an der Spitze der Nahrungskette im Meer. Derzeit gibt es noch etwa 400 Arten, von denen knapp zwanzig in der Nord- und Ostsee beobachtet wurden. Die meisten Haiarten wurden weltweit so stark überfischt, dass ihre Bestände mittlerweile bedroht sind. Die Überfischung macht ihnen besonders zu schaffen, da Haie nur langsam wachsen und relativ wenige Nachkommen zur Welt bringen.

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Herzmuschel

Wer kennt sie nicht, die kleine Muschel mit den vielen Rillen, gewellt, recht symmetrisch und fein rundlich geformt? Meist finden wir von der Herzmuschel (Cerastoderma edule) im Watt oder am Strand nur die leeren Schalen.

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Kegelrobbe

Die Kegelrobbe hat früher den ganzen Ostseeraum besiedelt. Doch Anfang des 20. Jahrhunderts hat der Mensch sie fast ausgerottet, die Bestände dramatisch dezimiert. Damals hieß es, sie würde den Fischern Konkurrenz machen. Aber auch als sie nicht mehr gejagd wurden, hatten die Kegelrobben es in der Ostsee schwer. Die Ostsee wurde immer verdreckter, die Belastung mit Giftstoffen stieg – mit fatalen Folgen für die Reproduktion der Kegelrobben. Der Kegelrobbenbestand der Ostsee sank auf weniger als 3.000 Tiere.

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Lippfisch

Die Familie der Lippfische umfasst über 500 Arten. Die meisten leben in den Riffen der Tropen und fallen sogar dort noch durch ihre bunte Färbung auf. Die Riffe und felsigen Bereiche in Nord- und Ostsee bieten insgesamt sieben Lippfischarten ein Zuhause: dem Kleinmäuligen Lippfisch, der Goldmaid, dem Klippenbarsch und den beiden wohl farbenprächtigsten Fischen in unseren Meeren, dem Kuckuckslippfisch und dem Gefleckten Lippfisch. Seltener lassen sich in der Nordsee auch der Meerjunker und der Schuppenflossen-Lippfisch beobachten.

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Meeresleuchten

Wenn sich im Sommer die Nacht über das Meer legt, kann man bei ruhiger See ein ganz besonderes Naturschauspiel beobachten: ein grünliches Aufblitzen einzelner oder zahlreicher Punkte, wenn sich das Wasser bewegt. Dieses Meeresleuchten wird bei uns in Nord- und Ostsee meistens durch ein Massenauftreten winziger, einzelliger Planktonalgen, der Dinoflagellaten Noctiluca miliaris und Pyrocystis noctiluca, ausgelöst. Tausende dieser Organismen können bei Beunruhigung Lichtblitze aussenden und lassen dann das dunkle Meer erstrahlen – ein einzigartiger Anblick!

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Meersenf

An naturbelassenen Sandstränden von Nord- und Ostsee, wo angeschwemmte Algen, Seegras und anderes zersetzbares Treibsel Spülsäume bilden, ist eine Pflanzenart sehr häufig zu entdecken: der Europäische Meersenf.

Zur Leitart

Miesmuschel

Miesmuscheln (Mytilus edulis) siedeln sich bevorzugt in der Nähe von anderen Mies­musch­eln an, wodurch die bekannten Miesmuschelbänke entstehen. Im Wattenmeer stellen diese Muschelbänke einen wichtigen Lebensraum für die viele Arten, wie Seepocken und Algen, dar. Und auch als Nahrungsgrundlage für viele Vögel spielen Miesmuscheln eine elementare Rolle im Ökosystem Meer.  

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Nagelrochen

Ein Fisch in Form des klassischen Papier-Kinderdrachens – breit rautenförmig und mit langem Schwanz – kann eigentlich nur ein Rochen sein. Ein Vertreter aus unseren heimischen Gewässern ist der Nagelrochen.

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Ohrenqualle

Mit Quallen hat wohl jede*r Urlauber*in an Nord- und Ostseestrand schon einmal Erfahrungen gemacht. Am häufigsten stolpert man beim Strandspaziergang in Deutschland über die Ohrenqualle (Aurelia aurita). Sie lebt wie viele andere Quallen den Strömungen ausgeliefert im freien Wasser der Meere und fängt mit langen und klebrigen Tentakeln kleine Krebse, Plankton und Wasserflöhe. Für den Menschen gefährlich oder giftig ist sie nicht.

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Papageientaucher

Da kommt er! Ein Papageientaucher fliegt auf den steilen Hang zu, der mit Erdhöhlen übersät ist, und landet zwischen unzähligen Artgenossen. Mit mehreren Sandaalen im großen bunten Schnabel verschwindet er in seiner Erdhöhle, um die Jungtiere zu füttern. Rund um seinen Bau bietet sich abertausendmal das gleiche Schauspiel. Hier brummt das Leben. Ein Bild, das immer seltener zu beobachten ist.

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Pfeifente

Wer Pfeifenten schon einmal gehört hat, dem muss man ihren Namen nicht mehr erklären. Unentwegt kommunizieren die Tiere untereinander, Tag und Nacht, beim Fressen und beim Fliegen.

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Pottwal

Moby Dick an der deutschen Küste? Schwer vorstellbar. Tatsächlich ist der kleine Schweinswal die einzige heimische Walart vor Deutschlands Küsten. Seit dem 16. Jahrhundert wurden aber immer wieder auch die großen Verwandten wie Pottwal, Schwertwal, Buckelwal oder Finnwal beobachtet. Von diesen großen Walarten verirren sich vor allem die Pottwale in unsere Küstengewässer.

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Queller

Der Queller (Salicornia europea agg.) auch Glasschmelz genannt, besiedelt als Charak­terpflanze die Verlandungszone der Salzwiesen knapp unterhalb der Hochwasserlinie, wo er täglich zweimal vom Meerwasser überspült wird.

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Ringelgans

Die Ringelgans ist eine ziemlich kleine Meeresgans. Sie verbringt ihre Winterzeit auf den Halligen und an der Nordseeküste, wo sie in großen Trupps zu beobachten ist. Ihr hübscher namensgebender heller Ringel am Hals fällt dabei auf dem dunklen Federkleid besonders auf – und macht die Ringelgans unverwechselbar. 

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Ringelrobbe

Neben Seehund und Kegelrobbe gibt es noch eine weitere Robbenart in unseren Meeren: die Ringelrobbe. In der Arktis ist sie eine der häufigsten Robbenarten. Die Ostsee-Ringelrobbe ist deutlich seltener.

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Salzkäfer

Die Salzwiesen der Nordseeküste sind ganz besondere Lebensräume: Sie weisen eine außerordentliche hohe Biodiversität auf und beheimaten um die 300 Wirbelosenarten, die nur in den Salzwiesen der Nordseeküste überleben können. Wer in dieser unwirtlichen Umgebung überleben will, muss ein hohes Maß an Anpassung und Spezialisierung mitbringen. Unter den Insekten sind es vor allem Käfer wie der Prächtige Salzkäfer, die besonders erfolgreich diesen Lebensraum besetzt haben.

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Sanderling

Vielen Menschen, die außerhalb des Hochsommers am Nordseestrand unterwegs waren, sind sie sicherlich aufgefallen: die Trupps kleiner Vögel, die mit schnellen Trippelschritten an der auslaufenden Brandung entlanglaufen. Es sind Sanderlinge, die dort Nahrung suchen.

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Schlickkrebse

Wer sich im Wattenmeer herablässt und die schlickige oder feinsandige Oberfläche aufmerksam beobach­tet, wird neben Wattwurmhaufen, Muschelschalen und Watvogelspuren recht bald auf emsige Tierchen stoßen, die zu einer der Schlüsselarten im Wattenmeer gehören: den Schlickkrebsen.

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Scholle

Schollen sind platt wie die Flundern – soviel wissen die meisten Menschen auch abseits der Küsten. Und sie schmecken gut. Schollen gehören zu den bekanntesten Speisefischen aus der Nordsee. Weniger bekannt ist, dass die meisten Exemplare in englischen Gewässern zur Welt kommen, fast einen Meter groß werden können und leidenschaftlich gerne Wattwurmschwanzenden fressen.

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Schweinswal

Der Schweinswal ist zwischen 1,50 und 1,80 Meter lang, das Weibchen kann sogar zwei Meter lang werden. Die einzigen Wale, die in Nord- und Ostsee regelmäßig vorkommen, wiegen ungefähr 50 bis 80 Kilogramm und können bis zu 20 Jahre alt werden. Die Lebenserwartung in unseren Gewässern ist aber stark gesunken und liegt nur noch bei acht Jahren.

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Seegras

An den deutschen Küsten kommen nur zwei der weltweit insgesamt etwa 60 Seegrasarten vor, weshalb sich die deutschsprachige Benennung mit dem Großen und dem Kleinen Seegras auch relativ schlicht gibt. Der Verlust von Seegraswiesen hat weitreichende Folgen für die Tierwelt in unseren Meeren.

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Seehase

Der Seehase ist ein plumper Bodenfisch ohne Schuppen. Man nennt ihn auch Lump oder Lumpfisch, wissenschaftlich korrekt heißt er Cyclopterus lumpus. Der Seehase kommt im nördlichen Atlantik, an der kanadischen Ostküste sowie in der Nord- und Ostsee bis nach Spanien vor.

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Seehund

Ein Blick aus großen runden Augen, die feuchte Stupsnase und das raue Bellen und schon hat er uns gefangen: der Seehund. Er tummelt sich gerne im seichten Wasser vor unseren Küsten, schaut neugierig den Badenden zu oder räkelt sich in der Sonne auf den Sandbänken. Doch bei all der Possierlichkeit darf nicht vergessen werden: Der Seehund ist ein Wildtier.

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Seepferdchen

Pferde sind ständig in aller Munde. Dabei denkt jedoch niemand an das Seepferdchen. Zu Recht: Handelt es sich dabei doch um einen Fisch.  

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Seestern

Der Gemeine Seestern (Asterias rubens) erhielt seinen deutschen Namen nicht, weil er sich seinen Mitbewohnern im Meer gegenüber besonders fies verhalten würde, sondern weil er ausgesprochen häufig in Nord- und Ostsee vorkommt. Er kann in meist großer Zahl in Grundschleppnetz-Hols, nach kräftigen Stürmen angeschwemmt an den Stränden oder getrocknet und verstaubt in Wohnzimmer-Regalen angetroffen werden.

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Stör

Seine Spuren ziehen sich seit mindestens 200 Millionen Jahren durch unsere Erdgeschichte. Der Stör ist ein urtümlicher Knochenfisch – sozusagen ein lebendes Fossil.

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Taschenkrebs

Der Taschenkrebs (Cancer pagurus) ist der große Verwandte der Strandkrabbe. Er wird bis zu 20 Jahre alt, sein Panzer wird bis zu 30 Zentimeter breit. Der "Goliath" unter den heimischen Krebsen lebt an den Küsten des Nordostatlantiks, im Mittelmeer und in der Nordsee unterhalb der Niedrigwasserlinie bis in 100 Metern Tiefe. Die größten Exemplare wiegen bis zu sechs Kilogramm.

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Trauer- und Samtente

Draußen auf dem Wasser, hinter der Brandungszone, leben sie: die scheuen Trauer- und Samtenten. Diese Meeresenten der Gattung Melanitta sind nur zur Brutzeit an Land zu finden.

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Trottellumme

Die Trottellumme (Uria aalga) ist die größte der Alkarten und bevorzugt die kalten Regionen. Ihre Erscheinung mag an Land etwas unbeholfen wirken – eine Erklärung für ihren Namen ist ihr "trottelmäßiger" Gang –, aber als Seevogel des offenen Meeres ist Tauchen ihre Spezialität. Auf der Suche nach kleinen Fischen steckt sie ihren Kopf unter Wasser um dann geschwind abzutauchen. Mit ihren Flügeln schlagend ist die Trottellumme ein schneller und geschickter Taucher und erbeutet Sprotten, Heringe oder Sandaale.

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Wattschnecke

Wattschnecken (Hydrobiidae) sind vom Senegal über die Nordsee bis in die Ostsee hinein verbreitet. Die glatte (H. ulvae) und besonders die bauchige Wattschnecke (H. ventrosa) vertragen auch die geringeren Salzgehalte unseres Brackwassermeeres und sind daher bis in die Bodden hinein anzutreffen.

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Wattwurm

Wattwanderern an der Nordsee, aber auch Taucher*innen in der Ostsee springen sie sofort ins Auge: die Spaghetti-Häufchen auf der Oberfläche des Meeresgrunds. Unmittelbar daneben, in einem Abstand von wenigen Zentimetern, sind trichterförmige Vertiefungen erkennbar. Wo also an einer Stelle der Sand oder Schlick fehlt, ist er an anderer Stelle aufgetürmt, als hätte jemand den Weichboden umgeschichtet.

Tatsächlich sind hier versteckt lebende Bauarbeiter am Werke, die es in ihrer Gesamtheit schaffen, den Meeresboden je nach Individuendichte bis zu einer Tiefe von 20 Zentimetern einmal im Jahr komplett durchzukauen und umzuwälzen: die Wattwürmer.

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Leitart des Monats: der Meersenf

Zur Leitart

Der Arbeitskreis Meer und Küste

Das Ziel des Arbeitskreises ist es, den Schutz der Meere voranzutreiben. Themen sind u.a. der Küstennaturschutz, der Ausbau der Windenergie auf hoher See oder die weltweite Industriefischerei.

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