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Der Gartenschläfer – "Zorro" braucht Hilfe!

Der Gartenschläfer ist der kleine Verwandte des Siebenschläfers. Ursprünglich war er in weiten Teilen Europas beheimatet. Doch seine Bestände gehen drastisch zurück – und niemand weiß, warum! Der BUND, die Uni Gießen und die Senckenberg Gesellschaft begeben sich deshalb auf Spurensuche nach der Schlafmaus mit der "Zorro-Maske".

+++ Schon über 500 Hinweise auf Gartenschläfer-Sichtungen in nur drei Monaten +++ tolle Unterstützung aus der Bevölkerung +++ erste Schlussfolgerungen zur aktuellen Verbreitung jetzt schon möglich +++ jede weitere Sichtung hilft: www.gartenschlaefer.de

Der Gartenschläfer gehört zur Familie der Bilche, den sogenannten Schlafmäusen. Mehr als die Hälfte des Jahres – etwa von Oktober bis April – verbringt er im Winterschlaf.

Doch auch, wenn er aufgewacht ist, bekommt man ihn nur selten zu Gesicht. Gartenschläfer sind fast ausschließlich nachtaktiv. Sie verbringen den Tag in kugelförmigen Nestern, die sie in Baum- und Felshöhlen, Nistkästen aber auch im Gebüsch anlegen.

Der Gartenschläfer – "Zorro" braucht Hilfe! Der Gartenschläfer ist der "Zorro" unter den Schlafmäusen.  (Jiří Bohdal)

Steckbrief des Gartenschläfers

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Aussehen

Auffällige schwarze Kopfzeichnung ("Zorro-Maske"), rotbraun-grau gefärbtes Fell, Flanken und Unterseite weiß

Größe

Körperlänge: 12 bis 17 Zentimeter; Schwanzlänge 10 bis 14 Zentimeter

Gewicht

60 bis 90 Gramm, im Winter bis über 130 Gramm

Nachwuchs

Nach einer Tragzeit von 21 bis 23 Tagen bringen die Weibchen vier bis sechs Junge zur Welt, mit etwa 40 Tagen sind die Jungen selbstständig.

Nahrung

Gartenschläfer sind Allesfresser; auf dem Speiseplan stehen v.a. Insekten, Würmer, Schnecken und Eier, aber auch Früchte, Samen und Knospen.

Lebensweise

Nachtaktiv, ausgedehnter Winterschlaf

Sein ausgedehnter Winterschlaf dauert von Oktober bis April mit Überwinterung in Baumhöhlen und Felsspalten, aber auch in Mauern, Gebäuden und Höhlen.

Einmal aufgewacht, beginnt bereits die Paarungszeit. Dann sind die Gartenschläfer am auffälligsten: Die Weibchen signalisieren durch lautes Pfeifen ihre Paarungsbereitschaft. Die Männchen streiten sich und werben lautstark um die Weibchen. Bereits im Mai werden die ersten Jungen in Baumhöhlen, Nistkästen oder selbst gebauten Nestern im Gebüsch geboren.

Der Gartenschläfer ist fast ausschließlich nachtaktiv. Dann begibt er sich auf Nahrungssuche. Für den langen Winterschlaf fressen sich die kleinen Nager eine dicke Fettschicht als Vorrat und Isolation an.

Bildergalerie: Der Gartenschläfer in Aktion

(zum Vergrößern Bilder anklicken)

Projekt "Spurensuche Gartenschläfer"

In Deutschland kommt der Gartenschläfer in sehr unterschiedlichen Lebensräumen vor: Im Südwesten ist er in Gärten, Obstplantagen und Weinbergen zu finden. Gleichzeitig besiedelt er aber auch die kühlen Hochlagen der Mittelgebirge. Doch trotz dieser Anpassungsfähigkeit ist der Gartenschläfer vielerorts bereits ausgestorben oder vom Aussterben bedroht – und auch in Deutschland aus vielen Regionen verschwunden. Warum, ist bislang völlig unklar.

Hier setzt der BUND gemeinsam mit der Senckenberg Gesellschaft und der Universität Gießen in seinem aktuellen Projekt "Spurensuche Gartenschläfer" an. Im Rahmen des Projekts, das 2018 startete und bis 2024 umgesetzt wird, sollen sowohl das Ausmaß als auch die Ursachen des Verschwindens der Gartenschläfer untersucht werden. Aus den Erkenntnissen werden dann konkrete Schutzmaßnahmen abgeleitet und umgesetzt.

Auch Sie können den Gartenschläfer schützen!

Möglich wird ein solches Projekt nur durch die die Unterstützung von vielen "Gartenschläfer-Freund*innen", die ihre Gartenschläfer-Sichtungen melden und helfen, die Forschungen und Schutzmaßnahmen vor Ort umzusetzen. Mehr Infos und Kontakte unter www.gartenschlaefer.de

Parallel kann jetzt schon Jede*r etwas für den Gartenschläfer tun:

  • Erhalten oder schaffen Sie Versteckmöglichkeiten mit Höhlenbäumen, Wildsträuchern und Steinhaufen.
  • Helfen Sie uns, Lebensräume wie Streuobstwiesen zu erhalten.
  • Decken Sie Regentonnen ab, um Gartenschläfer vor dem Ertrinken zu schützen.
  • Verzichten Sie auf Rattengift in Gärten.

Pressemitteilungen zum Thema

Publikation zum Thema

Logoleiste Bundesprogramm Biodiversität, BMU, BFN Gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit.

Ob Gartenschläfer, Fischotter oder Wildbienen – viele Arten kämpfen in Deutschland ums Überleben. Mit Ihrer Spende helfen Sie uns beim Einsatz für den Erhalt unserer Natur- und Artenvielfalt. Danke!    

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Projektleiterin "Spurensuche Gartenschläfer"
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"Zorro" gesichtet?

Gartenschläfer grüßt aus Baumhöhle Helfen Sie uns bei der Spurensuche!  (Torsten Pröhl / www.fokus-natur.de)

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