BUND-Erfolge für die Natur

Als BUND arbeiten wir daran, eine gesunde Umwelt für kommende Generationen zu sichern. Dank der Unterstützung unserer Mitglieder und Spender*innen konnten wir in den letzten 50 Jahren viele Erfolge feiern – von der Rettung bedrohter Arten bis zu wichtigen Gesetzesänderungen im Umweltschutz. Hier lesen Sie, was wir im Jahr 2025 erreicht haben und wie Sie uns auf diesem Weg weiter unterstützen können.

BUND Erfolge 2025

Mit der großartigen Unterstützung unserer Mitglieder und Spender*innen konnten wir 2025 wichtige Erfolge erreichen: Wir haben Rechtsgeschichte geschrieben und den Stopp des Neubaus der A26 Ost erreicht. In Baden-Württemberg hatte unsere Klage gegen den Bau einer Megamastanlage Erfolg. In Bremen blickten wir auf 20 Jahre erfolgreiche Projektarbeit im Wiesenvogelschutz zurück. Einige unserer Erfolge stellen wir Ihnen hier genauer vor. 

Schutz von Wiesenvögeln

Kiebitz und Küken; Foto: suzbah – Fotolia.com Kiebitze werden im Projekt Wiesenvogelschutz direkt an ihren Brutplätzen geschützt.  (suzbah / fotolia.com)

Das Projekt Wiesenvogelschutz im Bremer Blockland feierte 2025 sein 20-jähriges Jubiläum – und das mit großem Erfolg. Was vor zwei Jahrzehnten mit dem Schutz einzelner Gelege begann, hat sich zu einem umfassenden Artenschutzprogramm entwickelt. Gemeinsam mit engagierten Landwirt*innen sorgt der BUND Bremen heute dafür, dass Wiesenvögel sichere Brutplätze, bessere Lebensräume und Schutz vor Fressfeinden finden. Der Einsatz hat sich gelohnt: Aus rund 250 Brutpaaren im Jahr 2005 sind inzwischen fast 800 geworden. Das Programm ist mittlerweile Teil des nationalen Artenhilfsprogramms und wird weiter ausgebaut. Künftig profitieren auch andere seltene Arten wie Sumpfohreule, Wachtelkönig und Löffelente von den Schutzmaßnahmen. Neue Techniken wie Wärmebild-Drohnen helfen dabei, die Tiere noch besser zu schützen. Dieses Jubiläum zeigt, wie Naturschutz die Bedürfnisse von Mensch und Natur erfolgreich vereinen kann. 

Erfolgreicher Meeresschutz

Olaf Bandt und Isabelle Maus halten ein Schild hoch auf dem steht: 72745 Menschen fordern: Rettet das Herz der Nordsee. Sie stehen vor dme Reichstag auf einer aufgeschütteten Sandbank mit Grundschleppnetz BUND und über 72.000 Menschen fordern Verbot für Grundschleppnetzfischerei. Das auf dem Bild abgebildete Grundschleppnetz war ein Geisternetz, das durch Sea Shepherd aus der Ostsee geborgen und dem BUND zur Verfügung gestellt wurde.  (Foto: © BUND | Die Projektoren)

Zeitgleich zur UN-Ozeankonferenz im Juni 2025 startete der BUND eine Petition zum Schutz der größten Sandbank in der Nordsee, der Doggerbank. Das Meeresschutzgebiet ist das ökologische Herz der Nordsee und durch Grundschleppnetzfischerei bedroht. Mit mehr als 72.700 Menschen forderte der BUND als einer der größten Umweltverbände des Landes mit seiner Petition den zuständigen Fischereiminister auf, die zerstörerische Fischereipraxis zu beenden. Im November dann ein Teilerfolg: Etwa die Hälfte der Doggerbank darf nicht mehr mit Grundschleppnetzen befischt werden. Der BUND wird sich weiterhin für den Schutz des gesamten Gebiets einsetzen.

Zukunftskommission Fischerei

Der BUND war aktiv bei der „Zukunftskommission Fischerei“ vertreten, die im April 2025 ihren konsensfähigen Abschlussbericht vorlegte. Damit wurde beschlossen, das Fischereimanagement ökologischer und gerechter zu gestalten, Fangquoten nachhaltiger zu verteilen und gesetzliche Schutzvorgaben konsequenter umzusetzen. Wichtig: Bis 2030 sollen mindestens zehn Prozent der deutschen Meeresflächen in Nord- und Ostsee unter strengem Schutz stehen. 

Erfolge beim Schutz der Oder

Oder Die Oder muss als artenreicher Lebensraum geschützt werden.  (Bild: Sascha Maier)

Großer Erfolg zu Beginn des Jahres 2025: Der BUND hat gemeinsam mit Partnerorganisationen die Klage gegen den Ausbau der Oder gewonnen. Nach dem verheerenden Fischsterben im August 2022 erwirkte der BUND zunächst einen Baustopp. Trotz der Katastrophe wurde weiter Salz in die Oder geleitet und an den Ausbauplänen festgehalten. Auch dagegen klagte der BUND erfolgreich: Diese Eingriffe sind nicht rechtmäßig. Das Urteil ist seit Juni 2025 rechtskräftig und ein wichtiger Schritt für den Erhalt des geschundenen Flusses. Der BUND fordert, die illegalen Bauten zurückzubauen und den Fluss als lebendigen, artenreichen Lebensraum zu schützen. 

Bau der A26 Ost gestoppt

Menschen halten Protestschilder gegen den Autobahnbau hoch. Der BUND Hamburg hat erfolgreich gegen den Neubau der A26 Ost geklagt.  (Bild: BUND Hamburg)

Mit unserer Klage gegen die A26 Ost haben wir einen wichtigen Erfolg errungen. 150 Hektar wertvolle Moor-, Torf- und Biotopflächen – Lebensraum von Moorfrosch, Feldlerche und Co. – bleiben vorerst vor der Planierraupe geschützt. Das Bundesverwaltungsgericht entschied: Die Klimaauswirkungen wurden nicht ausreichend geprüft; umweltfreundlichere Alternativen nicht berücksichtigt. Damit spielte der Klimaschutz erstmals in Deutschland eine zentrale Rolle in einem Urteil zu einem Straßenbauprojekt – ein Meilenstein, der neue Maßstäbe setzt. Dieser Erfolg zeigt: Gemeinsam verteidigen wir Klima- und Naturschutz!

Wildkatze erobert Lebensraum zurück

Mit guter Laune etwas Gutes tun: Freiwillige helfen in den Wäldern Brandenburgs  (Felix Albertin)

Stück für Stück erobert die Europäische Wildkatze ihren Lebensraum zurück. Der jahrelange Einsatz des BUND hat sich also gelohnt. 2025 gab es gleich mehrere neue
Nachweise der scheuen Tiere in verschiedenen Regionen Deutschlands. Besonders erfreulich sind die Funde im Siebengebirge, wo deutlich mehr Wildkatzen leben als erwartet. Auch im Vogtland, in Schleswig-Holstein und beim Tagebau Hambach wurden Tiere nachgewiesen. Diese Nachweise zeigen: Das „Rettungsnetz Wildkatze“ und ein naturnaher Waldumbau wirken. Bundesweit engagierten sich seit Projektbeginn mehr als 1.090 Freiwillige für das Projekt „Wildkatzenwälder von morgen“, pflanzten Bäume und schufen Lebensräume. 

Luchse im Thüringer Wald

Grund zur Freude gibt es auch bei den Luchsen: Im Thüringer Wald konnten 2025 drei Männchen erfolgreich ausgewildert werden. Ein weiterer Schritt, um die faszinierenden
Katzen dauerhaft in Deutschlands Wäldern heimisch werden zu lassen. Das macht
Hoffnung: Wo Wälder wieder wildkatzenfreundlich wachsen, können auch andere Arten Schritt für Schritt zurückkehren. 

Gemeinsam. Stark. Erfolgreich.

Unsere Erfolge zeigen: Wenn wir uns auf den Weg machen, können wir Dinge verändern. Unerschütterlicher Optimismus und die Hoffnung auf eine bessere Welt treiben den BUND seit 50 Jahren an – und sie werden es weiter tun. Möglich wird unsere Arbeit durch die finanzielle Unterstützung von Menschen wie Ihnen. DANKE für Ihre Hilfe!

Grünes Band: Auf dem Weg zum Welterbe

Grünes Band in Sachsen bei Wiedersberg Grünes Band in Sachsen bei Wiedersberg  (Bild: Klaus Leidorf)

Das Grüne Band steht auf der deutschen Vorschlagsliste zum UNESCO-Welterbe – auch dank der Initiative des BUND. In einem nächsten Schritt erfassen wir die Artenvielfalt. Mehr als 5.000 Insektenarten konnten wir bereits nachweisen. 2025 sicherten wir im Projekt „Quervernetzung“ 110 Hektar wertvolle Biotopflächen. Über 1.300 Hektar am Grünen Band befinden sich nun im Eigentum des BUND. Für den Schutz von Wiesenvögeln haben wir 700 Hektar Grünflächen verbessert und mehr als zehn Kilometer verbindende Achsen zum Grünen Band geschaffen. 530 neue Biotopstrukturen wie Kleingewässer, Brutinseln, Fischadlerhorste und Steinwälle bieten bedrohten Arten einen neuen Lebensraum. 

Grundwasserschutz statt Megastall

Gewässerrandstreifen Belastung des Grundwassers mit Nitrat müssen ausreichend geprüft werden.  (Mickis-Fotowelt / iStock.com)

Gegen industrielle Tierhaltung, für den Grundwasserschutz: Im Februar 2025 bestätigte der Verwaltungsgerichtshof Mannheim, dass die Genehmigung zur Erweiterung einer großen Rinderhaltung bei Ellwangen rechtswidrig war. Schon das Verwaltungsgericht Stuttgart hatte entschieden, dass die Behörden die Belastung des Grundwassers mit
Nitrat nicht ausreichend geprüft hatten. In der Region wird der Grenzwert seit Jahren überschritten, doch es wurden keine wirksamen Maßnahmen ergriffen. Die Gerichte machten nun deutlich, dass der Ostalbkreis die Gefahr zusätzlicher Schadstoffeinträge ignoriert hat und damit gegen das gesetzliche Verschlechterungsverbot verstoßen hat. Wo das Grundwasser bereits zu stark belastet ist, dürfen keine weiteren Risiken zugelassen werden. Ein wichtiges Urteil gegen Megaställe und für den Schutz des Grundwassers – und ein klares Zeichen an die Behörden, künftig verantwortungsvoller zu handeln.

BUND-Mitgliedschaft

Als BUND-Mitglied gemeinsam mehr erreichen. Foto: Jörg Farys / BUND Jetzt Mitglied werden

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