Das Grüne Band, initiiert 1989 vom BUND, ist der längste Biotopverbund Deutschlands und Europas. Es verläuft entlang der ehemaligen innerdeutschen und innereuropäische Grenze und ist lebendige Zeitgeschichte sowie Gedächtnislandschaft der deutschen und europäischen Geschichte.
Ein Weltnatur- oder Kulturerbe muss von außergewöhnlichem, universellem Wert für die Menschheit sein. Das nachzuweisen ist Aufgabe unseres Projekts "Welterbe Grünes Band". Das Besondere hierbei: Das Grüne Band soll eine gemischte Welterbestätte, also mit Natur- und Kulturwerten, werden. Es wäre die erste dieser Art in Deutschland und erstmalig arbeiten dafür der Deutsche Kulturrat und der BUND, als zwei bedeutende Akteure im Kultur- und Naturbereich, zusammen.
Wir wollen die verantwortlichen Akteur*innen der Kultur- und Naturbereiche vernetzen und veranstalten Fachgespräche, Symposien oder Regionalkonferenzen in den Bundesländern am Grünen Band. Gemeinsam mit den Menschen vor Ort entwickeln wir Zukunftsperspektiven. Fachlicher und persönlicher Austausch sind wichtig für Akzeptanz und Beteiligung. So führen wir den komplexen Nominierungsprozess intensiv weiter.
Zwei Projekte, ein Ziel
Realisiert wird das ambitionierte Ziel durch zwei eng miteinander kooperierende Projekte:
- Das Forschungs- und Entwicklungs (FuE)-Vorhaben „Weiterentwicklung des Prozesses zur Nominierung des Grünen Bandes Deutschland als UNESCO Weltnatur- und -kulturerbestätte (gemischte Stätte)“, gefördert durch das BfN mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz.
- Einrichtung der "Vorläufigen Geschäftsstelle Welterbe Grünes Band“, gefördert durch das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie, Naturschutz und Forsten.