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Handy und Co: hochfrequente Felder

Handys und Sendemasten sind Quellen hochfrequenter elektromagnetischer Felder. Sie arbeiten z.B. mit Frequenzen von 900 oder 1.800 Megahertz (MHz, 1 Million Schwingungen pro Sekunde).

Handystrahlung. Foto: geralt / niekverlaan / CC0 1.0 / pixabay.com Handys und Sendemasten sind Quellen hochfrequenter elektromagnetischer Felder.  (geralt / niekverlaan / pixabay.com)

Auch andere Anwendungen im hochfrequenten Bereich dienen überwiegend der Kommuni­kation, einschließlich der Übertragung von Bildern und Daten. Sie haben grundsätzlich andere Eigenschaften als niederfrequente Felder, die vorrangig bei der Energie­über­tragung und elektrischen Haushaltsgeräten eine Rolle spielen.

Ziel der meisten Funkanwendungen ist es, möglichst überall Senden und Empfangen zu ermöglichen. Die dazu erforderliche Strahlung durchdringt feste Körper wie die Wände einer Wohnung und macht es zunehmend schwierig, sich ihr zu entziehen.

Quellen elektromagnetischer Hochfrequenzfelder im öffentlichen Raum

In Deutschland wurden 2010 rund 300.000 Mobilfunkanlagen an ca. 68.000 Standorten gezählt. Dazu kommen noch Anlagen für GSM-Rail (Betriebsfunk der Deutschen Bahn) Radar (Flugverkehr, Schiffsver­kehr, Wetterbeobachtung, Bundeswehr, Verkehrsüberwachung, Abstandsradar bei PKW), Behördenfunk TETRA, Amateurfunk, Betriebsfunk und Sendeantennen für Radio und TV. Nur die größeren ortgebundenen Anlagen werden in der Standortdatenbank der Bundesnetzagentur mit entsprechenden Sicherheitsabständen aufgeführt.

Die Strahlungsstärke aller Felder nimmt theoretisch mit dem Abstand zur Quelle ab. Bedingt durch die unterschiedliche Neigung von Antennen und deren Abstrahlverhalten trifft dies in der Praxis nur bedingt zu. In bebauten Gebieten kommt es durch Spiegelung, Ablenkung und Streuung der Strahlung und durch weitere Antennen zu schwer abschätzbaren Erhöhungen der Strahlungsstärke.

Mobiles Internet und LTE – Wachstum um jeden Preis?

Mobiles Internet benötigt für die Übertragung von Daten, Bildern und Filmen immer mehr Kapazitäten. LTE (long term evolution) heißt die Antwort der Mobilfunkbetreiber auf diese von ihnen selbst mit großem Aufwand erzeugte Nachfrage. LTE ist eine neue Technologie, die das letzte Funkloch schließen und eine zehnfach höhere Leistungsfähigkeit garantieren soll. Nicht nur elektrosensible Menschen, die nun noch stärker beinflusst werden, sind beunruhigt.

Kleine Anlagen: unerkannt und allgegenwärtig

Zusätzlich gibt es eine große Anzahl von Anlagen, die nur kleinere Bereiche abdecken. So haben fast alle größeren Läden und Kaufhäuser Diebstahlssicherungsanlagen. In Hotels, Bahnhöfen, Messehallen usw. gibt es ca. 30.000 öffentliche WLAN-Sender. Die Ausstattung von Waren mit nur millimetergroßen sogenannten RFID-Chips (Radio-Frequenz-Identifikation) zur Produkterkennung und damit deren automatische Registrierung beim Einkauf und Verkauf nimmt stark zu. In naher Zukunft wird die RFID-Technik in betrieblichen und öffentlichen Räumen auch zur schnellen Identifizierung von Waren und Personen – etwa zur Kontrolle und Überprüfung der Zugangsberechtigung – in großem Umfang eingesetzt werden.

Quellen elektromagnetischer Hochfrequenzfelder im privaten Bereich

Für die 80 Millionen Einwohner in Deutschland sind über 100 Millionen Mobiltelefone registriert. Hinzu kommen schnurlose Telefone und etwa 20 Millionen zugehörige Basisstationen, die, wenn sie keine automatische Abschaltfunktion besitzen, rund um die Uhr stark strahlen. Außerdem gibt es ca. 20 Millionen WLAN-Anlagen für den drahtlosen Internetzugang. Die WLAN-Funktion neu gekaufter Notebooks und Tablet-PC wird häufig bereits bei deren Inbetriebnahme automatische aktiviert. Will man sich der Strahlung nicht aussetzen, muss man das WLAN selbst deaktivieren.

Gepulste Hochfrequenz: ein besonders hohes Risiko?

Digitale Anwendungen wie Mobilfunk für Handys, WLAN, Bluetooth, digitales TV / Radio und andere arbeiten mit einer bestimmten Form von hochfrequenten elektromagnetischen Feldern: Sie zeichnet sich durch aufeinanderfolgende, sehr kurze, leistungsstarke Pulse aus. Anders als bei den klassischen Radiowellen, die ebenfalls hochfrequente Felder darstellen, sind sie nicht kontinuierlich: Die Feldstärke springt zu Beginn eines jeden Pulses kurzfristig von Null auf einen hohen Wert. Es gibt Hinweise darauf, dass diese gepulste Strahlung andere, wesentlich stärkere biologische Wirkungen hat als eine kontinuierliche Strahlung, auch wenn diese im Mittel die gleiche Intensität aufweist.

Der BUND und Mobilfunk

Wir sind im­mer häu­fi­ger und stär­ker dem Ein­fluss elek­­tro­­­magne­tischer Strah­lung der mo­bi­len Kom­muni­ka­tions­­tech­no­lo­gien aus­ge­setzt. Um ge­sund­heit­liche Fol­gen und Ri­si­ken zu begrenzen, emp­feh­len wir: Deaktivieren Sie mobile Inter­net- und Da­­ten­ver­­bin­dun­gen, wenn sie nicht gebraucht werden und tra­gen Sie ein­ge­schalte­te Han­dys nicht dicht am Kör­per.

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Was sind hochfrequente Quellen?

  • gepulst: Handys und Mobil­funksende­masten, Schnur­los­telefone (DECT), WLAN, Bluetooth, digitales TV (DVBT) und Radio, Radar
  • nicht gepulst: Mikrowel­le, Radio (analog)

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