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Stromnetze und andere Niederfrequenzquellen

Niederfrequenter Strom dient der Energieübertragung und erzeugt bei Kabeln, Leitungen, Motoren und Transformatoren elektrische und magnetische Wechselfelder. Diese Felder sind dabei ein unerwünschter Effekt.

Strommasten; Foto: © Pitopia, Siegfried Schnepf, 2008 Niederfrequenter Strom dient der Energieübertragung.  (Siegfried Schnepf / Pitopia.de)

Elektrische Wechselfelder lassen sich durch geeignete Abschirmungen vermin­dern oder ver­meiden, magnetische Wechselfelder dagegen kaum.

Da unser Stromnetz mit der Frequenz 50 Hertz (Hz, Schwingungen pro Sekunde) betrieben wird, senden die meisten Geräte ebenfalls elektrische und magnetische Wechselfelder dieser Frequenz aus. Bei der Bahnstromver­sorgung wird mit einer Frequenz von 16,7 Hz gearbeitet. Im Haushalt entstehen vor allem durch Energiesparlampen mit bis zu 20.000 Hz und durch elektronisch geregelte Netzteile deutlich höhere Frequenzen.

Quellen elektrischer und magnetischer Wechselfelder im öffentlichen Raum

Die Höchstspannungsnetze Deutschlands haben eine Länge von 36.000 Kilometern. Insgesamt ist das deutsche Stromnetz ca. 1,8 Millionen Kilometer lang. Davon entfallen ca. 1,2 Millionen Kilometer auf Leitungen unter 1.000 Volt, die vorrangig in Wohngebieten zu finden sind. Etwa 75 Prozent der Leitungen sind unterirdisch verlegt.

Der geplante Umbau und Ausbau der Stromnetze – auch mit neuen Trassen im Umfang von 3.500 bis 4.700 Kilometern – erfordert aus Gründen des Umwelt- und Gesundheitsschutzes eine kritische Begleitung auf allen Planungsebenen. Aufgrund der möglichen gesundheitlichen Wirkungen von niederfrequenten magnetischen Wechselfeldern hat der BUND konkrete Schutz- und Vorsorge­an­forderungen aufgestellt. Daraus resultiert beispielsweise die Planungsempfehlung, einen Schutzabstand von 600 Metern zwischen 380-KV-Hochspannungsleitungen und Wohnsiedlungen einzuhalten.

Hinzu kommen Umspannanlagen und Transformatoren, die unterschiedliche Spannungsnetze miteinander verbinden. Die Deutsche Bahn verfügt über ein eigenes Stromverteilungsnetz, das zwar zum großen Teil entlang der Bahntrassen sichtbar ist, aber auch über weite Landstrecken führt.

Quellen elektrischer und magnetischer Felder im privaten Bereich

Jede elektrische Leitung und jedes daran angeschlossene Gerät erzeugt je nach Aufbau und Funktion unterschiedliche elektrische und magnetische Wechselfelder. Grundsätzlich können elektrische Felder auch emittiert werden, wenn kein Strom fließt. Magnetische Wechselfelder entstehen dagegen nur, wenn die Leitungen bzw. Geräte stromdurchflossen sind. Eine besonders intensive Quelle für Magnetfelder im Haushalt stellen die Induktionsherde dar. 

In der Verordnung über elektromagnetische Felder werden nur Felder der Versorgungsleitungen von über 1.000 Volt begrenzt. Damit sind wohnungsnahe Leitungen (z.B. Hausanschlüsse, Haushaltsgeräte) von den rechtlichen Vorgaben ausgenommen.

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Was sind niederfrequente Quellen?

  • Überlandleitungen
  • Kabel und Leitungen
  • Motoren
  • Transformatoren und Netzteile
  • Bahnoberleitungen
  • Energiesparlampen 

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