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Windenergie – das Arbeitspferd der Energiewende

Um die Folgen des Klimawandels einzudämmen und damit die biologische Vielfalt weitestgehend zu bewahren, ist der Ausstieg aus der gefährlichen Atom- und dreckigen Kohlekraft unabdingbar. Für den BUND ist der weitere ökologisch verträgliche Ausbau der erneuerbaren Energien daher von zentraler Bedeutung für die künftige Energieversorgung. Nur, wenn die Erneuerbaren möglichst schnell einen großen Teil unserer Stromversorgung übernehmen, können wir auf Kohle- und Atomkraftwerke verzichten.

Landschaft mit Windrädern; Foto: Lars Schmidt / Wind farm in sunset / CC BY-NC-ND 2.0 / flickr.com Windräder im Sonnenuntergang  (Lars Schmidt / Wind farm in sunset / CC BY-NC-ND 2.0 / flickr.com)

Mehr Strom aus Windenergie zu erzeugen hat daher für eine zukunftsfähige Energieversorgung enorme Bedeutung. Der hohe Stellenwert der Windenergie ergibt sich bereits daraus, dass sie im ganzen Land verfügbar ist. Dies gilt nicht nur für Deutschland, sondern weltweit. Zwei Prozent der Landesfläche reichen aus, um bis zu 400 Milliarden Kilowattstunden (kWh) Strom pro Jahr zu erzeugen – dies entspricht etwa 60 Prozent des heutigen Stromverbrauchs.

Windkraft ist also besonders flächeneffizient. Die Bodenversiegelung durch Masten ist minimal und nach 20 bis 30 Jahren können sie ohne bleibende Schäden und Strahlen- oder Giftmüllprobleme wieder abgebaut werden.

Windenergie an Land ist mit etwa 8 bis 11 Cent/kWh zudem die preiswerteste Form von Strom aus erneuerbarer Energien. Die Anlagen holen die für ihre Herstellung nötige Energie in drei bis sechs Monaten wieder herein. Ein weiterer Pluspunkt: Windräder zu errichten ist erschwinglich. Sie können kooperativ von Genossenschaften, Stadtwerken oder Eigentümergemeinschaften betrieben werden. Hinter einem Großteil der Windräder stehen Tausende von Eigentümer*innen – und nicht die Großkonzerne. Letztere zogen noch vor wenigen Jahren gegen eine gesicherte Vergütung von Windstrom vor Gericht.

Windkraft und Naturschutz

Für den BUND ist es zentral, den Ausbau der Windkraft möglichst naturnah zu gestalten. Dabei sehen wir drei Ebenen der Einflussmöglichkeit und der Entscheidungsfindung:

  • Eignungsgebiete für Windkraftanlagen müssen im Rahmen der Landes- und Regionalplanung unter Beteiligung der Umweltverbände identifiziert werden.
  • Der BUND versucht alles zu tun, um den Schaden, der durch den Ausbau der Windkraft entsteht, so klein wie möglich zu halten. Der BUND fordert weit über bestehende gesetzliche Regelungen hinausgehend, dass Naturschutzgebiete, Nationalparks und Europäische Schutzgebiete absolut frei von Windkraft bleiben.
  • Auch innerhalb von grundsätzlich geeigneten Flächen braucht es eine genaue Prüfung, wo genau und wie eine konkrete Genehmigung für Windkraftanlagen möglich ist. Dabei geht es z.B. um Abstandsregelungen zur Wohnbebauung, Vorkommen von bedrohten Arten etc. Genehmigungen dürfen hier aus Sicht des BUND nur auf der Grundlage von unabhängigen Gutachten und ggf. mit strengen Auflagen erteilt werden. Dabei ist sicherzustellen, dass die Störungen und Bedrohungen für Mensch und Natur minimiert werden.

Leider stellen wir als BUND fest, dass sich Länderministerien, Windkraftplaner*innen, Kommunen und Genehmigungsbehörden nicht immer an die Bedingungen für einen naturverträglichen Ausbau halten. Dagegen geht der BUND politisch, medial und, wenn nötig und möglich, auch vor Gericht vor. Oft ist es erst vor Gericht möglich, sachgerechte Kompromisse zu finden. Manchmal scheitern wir mit unserem Anliegen einer naturverträglichen Energiewende selbst vor Gericht.

Trotzdem sind wir überzeugt, dass Naturschutz und die unverzichtbare Energiewende in Einklang zu bringen sind.

Publikationen zum Thema

26.8.: Rote Linie gegen Kohle

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Ihre Ansprechpartnerin

Tina Löffelsend; Foto: Jörg Farys

Tina Löffelsend

Leiterin Energie- und nationale Klimapolitik
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