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Um- und Ausbau des Stromnetzes für die dezentrale Energiewende

Ein Ausbau des Stromnetzes ist erforderlich, um Strom aus erneuerbaren Energien zu den Zentren des hohen Verbrauchs transportieren zu können. Dies macht das Stromsystem flexibler und reduziert den Bedarf an neuen fossilen Kraftwerken. Allerdings ist der Ausbau der Netze nur dort sinnvoll, wo dies zur Erneuerung des Energiesystems und somit zur effizienten Nutzung erneuerbarer Energien beiträgt.

Strommasten; Foto: © Pitopia, Siegfried Schnepf, 2008  (Siegfried Schnepf / Pitopia.de)

Bislang war es eine bloße Behauptung, dass neue Stromnetze dem Ausbau der erneuerbaren Energien dienen. Im Sommer 2011 wurde das Verfahren der Stromnetzplanung neu geregelt. Mehr Transparenz und Beteiligung der Öffentlichkeit waren die erklärten Ziele.

Der von den Übertragungsnetzbetreibern angegebene Netzausbaubedarf geht aus Sicht des BUND weit über die Anforderungen der Energiewende hinaus. Die Planungen sind viel zu sehr auf einen starken Ausbau von Offshore-Windparks in der Nord- und Ostsee ausgelegt. Ein Ausbau der Windenergie an Land, gerade in Süddeutschland, wird nicht ausreichend berücksichtigt. Gleichzeitig dient der vorgeschlagene Netzausbau eben nicht nur wie behauptet dem Ausbau der erneuerbaren Energien, sondern auch dem europäischen Stromhandel und der höheren Auslastung klimaschädlicher Kohlekraftwerke. Viele Flexibilisierungsmöglichkeiten, die den Ausbaubedarf reduzieren könnten, bleiben hingegen unberücksichtigt.

Braucht die Energiewende Speicher?

Der Ausbau von Speichern wird in Zukunft wichtig sein, um Stromüberschüsse in großem Umfang für jene Zeiten zu speichern, in denen wenig erneuerbarer Strom produziert wird. Das kann zum Beispiel über neue Technologien wie "power to gas" erfolgen. Dabei wird überschüssiger Strom in Wasserstoff oder Methan umgewandelt und im Erdgasnetz gespeichert.

Der Beitrag neuer Pumpspeicherwerke zum Ausgleich von Wind und Solarstrom bleibt gering. Die gegenwärtige Kapazität der Pumpspeicherwerke liegt bei etwa sieben Gigawatt und einer Speichermenge von 40 Gigawattstunden. Laut Stand von 2012 sind elf neue Pumpspeicherwerke geplant – mit einer Gesamtleistung von sechs Gigawatt und 60 Gigawattstunden. Pumpspeicherwerke bedingen großflächige Eingriffe in Landschaft, Natur und Grundwasser. Insbesondere kritisieren Naturschutzverbände die Projekte Atdorf des Schluchseewerks und Riedl an der Donau.

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Tina Löffelsend; Foto: Jörg Farys

Tina Löffelsend

Leiterin Energie- und nationale Klimapolitik
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