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Kohlestrom hat keine Zukunft – Klimaschutz jetzt!

Der starke Widerstand des BUND und seiner Verbündeten gegen Kohlekraftwerke hat vielen Neubau-Projekten den Garaus gemacht. Auch der größere Wettbewerb und starke Überkapazitäten auf dem Strommarkt gepaart mit den Zuwächsen an erneuerbaren Energien machen neue Kohlemeiler inzwischen wirtschaftlich unattraktiv. Die konventionellen Energieversorger haben zunehmend wirtschaftliche Probleme.

Karte: Geplante Kohlekraftwerke in Deutschland Klicken Sie auf die Karte, um eine detaillierte Übersicht über die geplanten Kohlekraftwerke in Deutschland zu erhalten.

Entwarnung kann trotzdem nicht gegeben werden: Noch immer beträgt der Anteil der Kohle am Energiemix rund 45 Prozent, hat die Kohleverstromung sogar wieder zugenommen und entsprechend auch die deutschen CO2-Emissionen. Weiterhin werden in Deutschland neue Kohlekraftwerke gebaut und geplant. Und auch die Kohle-Lobby hat längst noch nicht aufgegeben: Das einträgliche Geschäft mit dem dreckigen Kohlestrom soll für RWE, Vattenfall und Co. noch möglichst lange erhalten bleiben. So drohen die Konzerne mit Stromausfällen wenn sie von der Politik keine Extra-Zahlungen für ihre Kraftwerke bekommen.

Doch nicht nur die großen Energiekonzerne halten eisern an der Kohleverstromung fest, sondern auch einschlägige Landesregierungen wie Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Sachsen, die vor allem die dortige Braunkohlewirtschaft "retten" wollen. Der boomende Kohlestrom vor allem aus Braunkohlekraftwerken passt aber mit den deutschen Klimazielen nicht zusammen. Das hat die Bundesregierung inzwischen immerhin erkannt. Unklar ist, ob sie angesichts der Lobby wirklich den Mut hat, ausreichend gegenzusteuern.

Kohlekraftwerke müssen abgeschaltet werden

Dabei müssen die Kohlekraftwerke so schnell wie möglich abgeschaltet werden. Es gibt keine klimaschädlichere Art der Stromerzeugung als die Verbrennung von Kohle. Zum Vergleich: Kohlekraftwerke sind mehr als doppelt so klimaschädlich wie moderne Gaskraftwerke. Die großen Dampfwolken aus den Kühltürmen der Kraftwerke machen ein anderes Problem deutlich: Mehr als die Hälfte der eingesetzten Energie geht meist als ungenutzte Wärme verloren.

Mit ihren hohen Investitionskosten sind Kohlekraftwerke zudem auf eine sehr lange Nutzungsdauer von über vierzig Jahren ausgelegt. Die Kohlekraftwerke, die jetzt neu ans Netz gehen, legen einen hohen Sockel klimaschädlicher Emissionen für Jahrzehnte fest. Außerdem passen Kohlekraftwerke technisch als vergleichsweise träge Grundlastkraftwerke nicht zum schnell wachsenden Anteil an erneuerbaren Energien.

Die Erneuerbaren brauchen zur Ergänzung hoch flexible Kraftwerke, die rasch auf die schwankenden Mengen an Wind- oder Solarstrom reagieren können. Um wirtschaftlich zu sein, müssten Kohlekraftwerke außerdem möglichst rund um die Uhr Strom liefern können – auch hier machen ihnen die stetig wachsenden Erneuerbaren einen Strich durch die Rechnung.

Das zeigt, Braun- und Steinkohlekraftwerke passen nicht mehr in das Energiesystem, sie sind die Auslaufmodelle der Energieerzeugung. Daraus folgt: Will Deutschland seine Klimaziele und die Energiewende schaffen, muss die Bundesregierung den Neubau von Kohlekraftwerken stoppen und für das klimaverträgliche Abschalten der alten Kohlemeiler sorgen.

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Tina Löffelsend; Foto: Jörg Farys

Tina Löffelsend

Leiterin Energie- und nationale Klimapolitik
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