Langlebigkeit von Plastik
Plastik ist sehr langlebig. Bis es sich zersetzt, können Hunderte von Jahren vergehen. So sammelt sich immer mehr Plastik in der Umwelt an – und das meist dauerhaft und nicht rückholbar.
Globale Verbreitung des Plastikmülls
Plastikmüll ist in den entlegensten Regionen der Erde. Auch die Meere sind voller Plastik. Im Nordpazifik hat sich ein riesiger Plastikstrudel gebildet, der seit etwa 60 Jahren wächst. Inzwischen soll er doppelt so groß sein wie der US-Bundesstaat Texas.
Plastik-Herstellung problematisch
Plastik ist nicht nur als Müll problematisch. Schon bei der Herstellung und Nutzung können schädliche Stoffe freigesetzt werden. Die Produktion verbraucht zudem Unmengen an Energie, wie wie in unserer Studie "Blackbox Chemieindustrie" aufgedeckt haben.
Schadstoffe und Plastik
Plastik zieht Schadstoffe wie ein Magnet an. Die Schadstoffe gelangen in die Umwelt und schädigen unter anderem das Bodenleben. Mittlerweile ist bekannt, dass Plastikpartikel auch in den menschlichen Körper eindringen. Sie haben sogar die Blut-Hirn-Schranke überwunden. Wissenschaftler*innen vermuten, dass die Ansammlung von Mikroplastik langfristig die menschliche Fortpflanzung beeinträchtigen könnte.
Diese Schadstoffe können in Plastikprodukten stecken
In vielen Alltagsprodukten aus Plastik stecken zahlreiche Schadstoffe. Beim Gebrauch können sich diese Stoffe lösen. Sie gelangen dann in die Umwelt und schließlich auch in den menschlichen Körper:
Phthalate (Weichmacher):
Phthalte machen Plastik weich und biegsam und stecken deswegen in vielen PVC-Produkten, wie beispielsweise Bodenbeläge, Schläuche und Kabeln. Sie gehören zu den hormonellen Schadstoffen, sind fortpflanzungsgefährdend und können die Pubertät stören.
Bisphenol A
Bispehnol A (BPA) ist ein hormoneller Schadstoff, der mit Unfruchtbarkeit, Krebs, Diabetes und neurologischen Störungen in Verbindung gebracht wird.
Diese Chemikalien werden im Blut nahezu jedes Menschen nachgewiesen. Sie wirken ähnlich wie Hormone und können so das empfindliche Hormonsystem durcheinanderbringen. Besonders für Kinder ist das gefährlich, da ihre Entwicklung gestört werden kann. Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass Zivilisationskrankheiten wie Unfruchtbarkeit oder Krebs mit dieser Schadstoffbelastung in Zusammenhang stehen.
BUND im Bündnis gegen Plastik
Der BUND macht sich in unterschiedlichen Bündnissen gegen die Plastikflut stark:
- Der BUND hat das Exit Plastik-Bündnis mitgegründet.
- Wir arbeiten eng mit dem weltweiten Netzwerk Break Free From Plastic (LINK BFFP) zusammen.
- Das BUND-Plastik-Manifest haben mittlerweile über 150 Organisationen und Einzelpersonen gezeichnet. Zeichnen auch Sie mit!