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Pflanzungen – Grüne Korridore

Im Projekt "Wildkatzensprung" wird der BUND in insgesamt sechs Bundesländern grüne Korridore pflanzen beziehungsweise Wälder aufwerten.

In diesen Gebieten sind Korridore vorgesehen:

BUND-Wildkatzen-Korridorpflanzung; Foto: Jörg Farys / BUND BUND-Wildkatzen-Korridorpflanzung  (Jörg Farys / BUND)

  • Hessen: Rothaargebirge – Knüll
  • Rheinland-Pfalz: Lebensraumverbesserung zwischen Westerwald, Taunus und Rothaargebirge
  • Niedersachsen: Harz – Solling
  • Baden-Württemberg: Schwarzwald – Schwäbische Alb
  • Thüringen: Nord- und Ostthüringen
  • Nordrhein-Westfalen: Lebensraumverbesserung in der Nordeifel
  • Für Sachsen ist eine Korridorplanung vorgesehen. Diese dient als Grundlage für künftige konkrete Verwirklichungen von grünen Korridoren.

Der erste Wildkatzenkorridor in Hessen bei Viermünden wurde bereits im Juni 2013 feierlich eingeweiht. Mittlerweile konnten wir zehn Grundstücke mit mehr als 51.000 Quadratmeter für diesen Wildkatzenkorridor dauerhaft sichern und mit heimischen Laubgehölzen bepflanzen. Im zweiten hessischen Korridorbereich bei Frohnhausen konnten weitere acht Grundstücke mit knapp 29.000 Quadratmeter erworben werden. Hier werden wir Ausläufer des Rothaargebirges mit dem Burgwald verbinden.

In Niedersachsen geht die Wiedervernetzung kräftig voran: Im Herbst 2013 bepflanzte der BUND mit Unterstützung der Landesforstverwaltung, der örtlichen Jägerschaft und über 120 freiwilligen Helfern einen 270 Meter langen und 50 Meter breiten Wildtierkorridor bei Alfeld mit 2.000 Bäumen und Büschen. Dieser verbindet die Wälder des Hils und des Heubergs wieder miteinander.  Es folgte eine Trittsteinpflanzung zwischen Ausläufern des Hildesheimer Waldes und dem Hainberg bei Schlewecke mit 500 Pflanzen und eine 900 Meter lange Verbindung zwischen dem Hildesheimer Wald und der Leinaue bei Betheln. Es konnte zusätzlich ein ein 500 Meter langes und zehn Meter breites Grundstück bei Rühle für die Wildkatze gesichert werden. Zusätzlich wurden drei Flurstücke bei Golmbach und Lüthorst erworben.

Korridorprojekte des BUND in der Übersicht; Grafik: Die Projektoren / BUND Korridorprojekte des BUND in der Übersicht  (Die Projektoren / BUND)

Die Korridorprojekte in Thüringen sind für die Wiederausbreitung der Wildkatze in neue Regionen besonders wichtig, da Thüringen bisher die östliche Verbreitungsgrenze dieser Wildtierart in Deutsch­land darstellt. Mitte November 2014 schloss der BUND, unterstützt von zahlreichen HelferInnen, die letzte Lücke. Nationalpark Hainich und Thüringer Wald sind nun verbunden. Zusätzlich konnte ein weiterer Trittstein im Landkreis Greiz und ein Korridor von über einem Hektar im Kyffhäuserkreis realisiert und mit knapp 10.000 Feldgehölzen und Büschen bestückt werden.

In Baden-Württemberg setzt der BUND Waldvernetzung in einer landwirtschaftlich besonders intensiv genutzten Landschaft in Kombination mit einer geplanten Grünbrücke um. Im Aprill 2014 fand der Spatenstich für den ersten großen baden-württembergischen Wildkatzenkorridor bei Herrenberg und Nufringen statt. Der BUND und seine UnterstützerInnen pflanzten 120 Bäume und Büsche, um der Wildkatze und anderen Wildtieren in Zukunft den Weg vom Schwarzwald in den Schönbuch zu ermöglichen. Dieser Erfolg wirkte wie eine Initialzündung. Mittlerweile konnten 20 Grundstücke mit einer Fläche von insgesamt 32.500 Quadratmetern für den Korridor gewonnen werden.

In Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz verbessern wir die Lebensräume der Wildkatze durch Strukturanreicherungen von Wirtschaftswäldern mit Totholz, Nut­zungsverzicht des Altbaumbestandes oder durch angepasste Bewirtschaf­tungsformen. Das Pilotprojekt Nordrhein-Westfalens war ausschließlich auf die Aufwertung im Umfeld des Nationalparks Eifel ausgerichtet. Die Waldaufwertungen fanden in den Forstämtern Hocheifel-Zülpicher Börde  Rureifel-Jülicher Börde statt. Die Waldkomplexe dieser Region haben große Bedeutung für die Vernetzung zum südlichen Bereich nach Rheinland-Pfalz und westlich nach Belgien. In Kooperation mit den Forstämtern Hachenburg und Neuhäusel lag der Schwerpunkt für unsere Maßnahmen in Rheinland-Pfalz zwischen Westerwald/Taunus und dem Rothaargebirge nordwestlich der Stadt Montabaur. Die Verbindung von der Montabaur Höhe in Richtung Rothaargebirge ist von besonderem nationalem und internationalem Interesse, denn hier verläuft eine der Hauptver­bindungsrouten für die Wildkatze zwischen zwei großen und bislang weitgehend isolierten Verbreitungsgebieten in Mittel- bzw. Westdeutschland.

Bildungspaket rund um Wildkatze und Waldverbund

Kontakt in der Bundesgeschäftsstelle des BUND

Projekt "Wildkatzensprung"
Am Köllnischen Park 1
10179 Berlin
Tel.: (030) 2 75 86-40
Fax: (030) 2 75 86-440
wika(at)bund.net

Christiane Bohn

Projektleitung (in Elternzeit)

Andrea Andersen

Freiwilligenmanagement
E-Mail schreiben Tel.: (030) 2 75 86-542

Jenny Kupfer

Öffentlichkeits- und Pressearbeit
E-Mail schreiben Tel.: (030) 2 75 86-544

Dennis Klein

Pilotkorridore und Fachpolitik
E-Mail schreiben Tel.: (030) 2 75 86-483

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