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Der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen mindert den Wert des Bodens

Samen gentechnisch veränderter Pflanzen verhindern eine Umstellung von Gentech-Anbau auf eine gentechnikfreie Produktion – und das über eine längere Zeit hinweg.

Bearbeiteter Boden. Foto: Zbysiu Rodak / CC0 1.0 / unsplash.com Der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen führt zu einer Wertminderung des Bodens.  (Zbysiu Rodak / unsplash.com)

Der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen führt zu einer Wertminderung des Bodens, weil dort verbleibende Samen eine Umstellung von Gentech-An­bau auf gentechnikfreie Produktion über längere Zeit hinweg verhindern.

Denn: Samen von Gentech-Pflanzen, die auf dem Feld verbleiben oder bei Transporten am Rande von Straßen oder Bahngleisen verloren gehen, können in der folgen­den Vege­tationsperiode als Durchwuchs­pflanzen auflaufen.

Wertminderung durch Durchwuchs

Auf Rapsfeldern bleiben nach der Ernte pro Hektar im Schnitt 200 bis 300 Kilogramm Samen zurück, und in Norddeutschland ist ein Durchwuchs von 400 Pflanzen pro Quadratmeter nicht ungewöhnlich. Rapssamen können im Boden länger als zehn Jahre überdauern und dann immer noch auskeimen.

Lange Zeit galt Durchwuchs bei Mais für unsere Breitengrade als ausgeschlossen. Im westfälischen Werne (Regierungsbezirk Arnsberg) sind auf einem Versuchsfeld von Monsanto im Frühjahr 2007 ungeplant Gentech-Maispflanzen gewachsen.

Aufgrund der Durchwuchsproblematik haben fast alle evangelischen Landeskirchen ihren Gemeinden empfohlen, auf ihren Flächen den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen zu untersagen. Neben einer grundsätzlichen Skepsis gegen den Einsatz der Gentechnik in Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion verweisen sie auf die Wertminderung des Bodens und damit ihres Besitzes.

Wertminderung durch Resistenzentwicklung

Der dauerhafte Einsatz von Glyphosat in Gentech-Kulturen hat in den USA zur Resistenz­entwicklung von Wildkräutern geführt. Flächen mit diesem Bewuchs erzielen einen um 15 bis 50 Prozent niedrigeren Pachtpreis, wie eine Studie aus dem Jahr 2014 zeigt. Der Grund: Pächter*innen zahlen doppelt – für mehr Spritzmitteleinsatz oder Arbeitskräfte, die die Kräuter per Hand entfernen müssen.

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