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Gesundheitliche Wirkungen durch hochfrequente Strahlung

Natürlich vorkommende elektromagnetische Felder (EMF) gehören zu den wichtigen Voraussetzungen der Evolution und Organisation des Lebens und damit zu unseren natürlichen Lebensgrundlagen. Die Funktion von Nerven- und Muskelzellen beruht ganz wesentlich auf der biochemischen Erzeugung elektrischer Felder.

Schild: Elektromagnetisches Feld. Foto: OpenIcons / CC0 1.0 / pixabay.com Technische Funksignale sind oft millionenfach stärker als natürlich vorkommende oder biologisch erzeugte Felder.  (OpenIcons / pixabay.com)

Technische Funksignale sind oft millionenfach stärker als natürlich vorkommende oder biologisch erzeugte Felder. Damit greift der Mensch heute massiv in diese natürlichen Steuerungen ein. Auch Signale mit geringer Intensität, die nicht ausreicht, um über eine Temperaturerhöhung das Gewebe zu schädigen, bewirken Ströme im Gewebe.

Mit der digitalen Mobilfunktechnik (Smartphones, schnurlose Haustelefone, WLAN etc.) hat diese Art der Umweltverschmutzung eine neue Dimension erreicht.

Die Hinweise auf Gefahren häufen sich

Viele Studien belegen mittlerweile Zusammenhänge von Erkrankungen bei Menschen, Tieren und Pflanzen mit den auf sie einwirkenden künstlichen elektromagnetischen Feldern. Regelungen zum Gesundheitsschutz für die Bevölkerung beziehen sich hauptsächlich auf den Schutz vor thermischen Wirkungen durch hochfrequente Strahlung. Damit werden aber nicht alle beobachteten weiteren gesundheitlich relevanten Effekte unterhalb der thermischen Wirkungen berücksichtigt. Ein Bericht des Schweizerischen Bundesrats stellt fest, dass neben der Erwärmung von Körpergewebe auch weitere unterschiedlich gut abgesicherte Beobachtungen zu anderen biologischen, wissenschaftlich zweifelsfrei schädlichen Effekten vorliegen. Darüber hinaus sieht das Schweizer Nationale Forschungsprogramm auch die Beeinflussung der Hirnströme als wissenschaftlich ausreichend nachgewiesen an. Für weitere Effekte, wie die Beeinflussung der Durchblutung des Gehirns, die Beeinträchtigung der Spermienqualität, eine Destabilisierung der Erbinformation sowie für Auswirkungen auf die Expression von Genen, den programmierten Zelltod und oxidativen Zellstress sieht es deutliche Hinweise. Zudem besteht nach Aussage der WHO ein möglicher Zusammenhang zwischen der Entstehung von Tumoren mit der Einwirkung durch EMF, insbesondere durch Handys. Im Tierversuch wurde die tumorverstärkende Wirkung bestätigt. 

EMF beeinflussen z.B. auch den Orientierungssinn von Tieren wie Bienen, Brieftauben oder Fledermäusen. Auch an Bäumen sind Zellfunktionsstörungen und Wachstumsveränderungen bekannt.

Zahlreiche Menschen reagieren besonders empfindlich auf elektromagnetische Felder. Diese elektrosensiblen Menschen spüren die Folgen von EMF oft massiv und bemerken eine eindeutige Verbesserung ihrer Symptome nach Reduzierung der elektrischen und magnetischen Felder. Es wird geschätzt, dass etwa fünf bis sechs Prozent der Bevölkerung elektrosensibel sind. Nicht nur sie bangen um ihre Gesundheit, wenn mit immer neuen Funktechnologie in den nächsten Jahren eine neue Dimension allgegenwärtiger elektromagnetischer Felder etabliert wird.

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