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Teilen statt besitzen: Die verschiedenen Modelle des Autoteilens (Carsharing)

Die verschiedenen Modelle des Autoteilens werden immer beliebter. In den Städten gehören sie längst zum Straßenbild und auch abseits der Metropolen finden sie immer mehr Anhänger*innen.

Stationsgebundenes Carsharing-Auto Stationsgebundenes Carsharing-Auto  (BUND)

So haben ihre Nutzer*innen die Möglichkeit, gelegentlich ein Auto zu nutzen ohne gleich ein eigenes besitzen zu müssen. Aber nicht alle Arten des Autoteilens sind uneingeschränkt zu empfehlen.

Stationsgebundenes Carsharing

Das klassische Carsharing ist stationsgebunden und wird in über 340 Städten in ganz Deutschland von mehr als 110 Unternehmen angeboten. Die klassische Art des Autoteilens zeichnet sich dadurch aus, dass die Fahrzeuge am Ort der Ausleihe zurückgegeben werden müssen. Menschen, die sich Fahrzeuge teilen, fahren seltener mit dem Auto als solche, die ein eigenes besitzen. Zudem kann für jede Gelegenheit das richtige Fahrzeug gebucht werden, während viele Besitzer*innen von Privatautos ganzjährig ein Modell nutzen, das für Extremfälle wie den Jahresurlaub ausgelegt ist. Ein geteiltes und stationsgebundenes Auto ersetzt sechs bis zehn Privat-Pkw und spart dem Nutzer gleichzeitig Geld.

Stationsunabhängiges Carsharing ("free-floating")

Stationsunabhängiges Carsharing-Auto Stationsunabhängiges Carsharing-Auto  (BUND)

Eine besonders in größeren Städten immer beliebter werdende Spielart des Carsharings ist das dynamische Autoteilen. Hierbei kann man nach vorheriger Registrierung spontan auf im Geschäftsgebiet abgestellte Fahrzeuge zu­greifen und diese dann an einem beliebigen, aber frei zugänglichen Ort wieder abstellen.

Die Kosten liegen in der Regel etwas höher als bei den stationsgebundenen Anbietern und ein Nutzen für Stadt und Umwelt ist wissen­schaftliche noch nicht belegt. Als "Selbstfahr­taxis" stehen sie allzu oft in direkter Konkurrenz zum Öffentlichen Personennahverkehr mit Taxi, Bus und (Straßen-)Bahn.

Privates Autoteilen

Immer mehr Autobesitzer*innen machen mittlerweile mit beim privaten Autoteilen, stellen also ihr privates Fahrzeug anderen Menschen zur Verfügung. Dadurch ist diese Form des Autoteilen besonders auch für Gegenden geeignet, in denen die klassischen Carsharing-Anbieter (noch) nicht zu finden sind.

Bedenken bezüglich der Versicherungen können Sie durch eine Haftpflicht- und Kasko-Zusatz­ver­sicherung ausräumen. Einige Internetplattformen haben sich auf die Vermittlung zwischen Wagenbe­sitzer*innen und Leihwilligen spezialisiert, aber auch der Verkehrsclub Deutschland (VCD) bietet Musterverträge an, die alle Risiken und Kosten regeln.

Beachten sollten Sie hier noch mehr als bei den kommerziellen Anbietern, für welches Fahrzeug Sie sich entscheiden. Oft werden auch große, spritfressende Fahrzeuge angeboten, die weder der neusten Sicherheits- noch Abgastechnik entsprechen.

Carsharing ist für Sie dann am sinnvollsten, wenn:

  • Sie das Fahrzeug am Nutzungszweck ausrichten: möglichst klein und sparsam,
  • Sie trotzdem den Öffentlichen Nahverkehr sowie Fuß- und Radverkehr bevorzugen,
  • Sie sich vor jeder Fahrt Gedanken über Alternativen machen.

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Ihr Ansprechpartner

Jens Hilgenberg

Jens Hilgenberg

BUND-Verkehrsexperte
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