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Pestizide gefährden die biologische Vielfalt

Die Natur unseres Planeten ist in Gefahr: Nicht nur in den Regenwäldern Südamerikas oder den uns fremden Lebensbedingungen des ewigen Eises. Auch bei uns "zu Hause" sind Tiere und Pflanzen sowie ganze Lebensräume vom Aussterben bedroht oder bereits unwiederbringlich verloren gegangen. Die Biodiversität darf nicht weiter zurückgehen, sondern muss geschützt werden.

Lebensraum Wiese Pestizide bedrohen Lebensräume wie Wiesen und Weiden.  (strecosa / pixabay.com)

Weltweit geht die Artenvielfalt zurück, die natürliche Aussterberate ist um das 100- bis 1000-fache angestiegen, alleine zwischen 1970 und 2000 ist die Artenvielfalt um rund 40 Prozent zurückgegangen. In Mitteleuropa ist die Ackerlandschaft vom Artensterben besonders betroffen, der Mensch zerstört die natürlichen Lebensgrundlagen in einem unbeschreiblichen Tempo: Zwei Drittel aller Arten sind in Europa bestandsgefährdet. In Deutschland sind 70 Prozent der natürlichen Lebensräume bestandsgefährdet, zwei Drittel der Amphibien- und Reptilienarten als gefährdet eingestuft oder vom Aussterben bedroht, 30 Prozent der Farne und Blütenpflanzen sind bestandsgefährdet. Ebenso stehen zwei Drittel der Tier- und Pflanzenarten des Offenlandes auf den Roten Listen der bedrohten Arten.

Nachhaltige Landwirtschaft zum Schutz der biologischen Vielfalt

In Deutschland ist für die Erhaltung der biologischen Vielfalt insbesondere die Art und Weise der praktizierten Landwirtschaft ausschlaggebend, fast die Hälfte der Landesfläche ist Agrarfläche (Europäische Union: 43 Prozent). Die nationale Biodiversitätsstrategie trägt dieser Bedeutung Rechnung, Ziele zur Erhöhung des Anteils an Grünland oder Streuobstwiesen wurden vereinbart. Die Zusagen aber werden nicht eingehalten.

Die Landwirtschaft in der Bundesrepublik muss, um einen signifikanten Beitrag zur Sicherung der Biodiversität zu leisten, im Rahmen einer Agrarwende weg von der intensiven Landwirtschaft hin zu einer nachhaltigen extensiven Landwirtschaft transformiert werden. Dies beinhaltet eine umfassende Veränderung der Art zu wirtschaften, speziell aber den Stopp des Einsatzes von chemisch-synthetischen Pestiziden.

"Pflanzenschutzmittel" mit Nebenwirkungen

Pestizide wirken sich in vielfacher Hinsicht auf Lebensräume, Pflanzen und Tiere aus. Direkte Folgen sind tödliche Auswirkungen auf vermeintliche Schädlinge – aber auch "Kollateralschäden" an anderen Tieren und Pflanzen. Die Reduktion des Vorkommens einzelner Arten wirkt sich indirekt über die Nahrungskette auf andere Lebewesen aus und nimmt ihnen die Lebensgrundlage. Gleichzeitig schaffen Pestizide Formen der Landwirtschaft, die natürliche Lebensräume zerstören: Monokulturen, enge Fruchtfolgen oder nicht heimische Früchte zerstören das eingespielte Gleichgewicht.

Es ist nicht einfach, den Einfluss von Pestiziden auf die biologische Vielfalt aus dem Bündel an Einflussfaktoren herauszufiltern. Dass dieser Einfluss groß ist, wurde in einer 2010 veröffentlichten, europaweiten Studie deutlich: Von dreizehn untersuchten Faktoren der landwirtschaftlichen Intensivierung hatte der Gebrauch von Insektiziden und Fungiziden die schädlichsten Auswirkungen auf die Biodiversität. Die Artenvielfalt in Europa kann also nur erhalten werden, wenn die Verwendung von Spritzmitteln in großen Teilen der Landwirtschaft auf ein Minimum beschränkt wird. (Geiger F. u.a. 2010: "Persistent negative effects of pesticides on biodiversity and biological control potential on European farmland").

Pestizide: Gefahr für Wiesen und Weiden

Wiesen und Weiden bieten einzigartige Lebensräume für unzählige Tier- und Pflanzenarten – Pestizide bedrohen sie.

Pestizide: Gefahr für Wälder

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Pestizide: Gefahr für Gewässer

Gewässer bieten einzigartige Lebensräume für unzählige Tier- und Pflanzenarten – Pestizide bedrohen sie.

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Ihr Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt ist vielen Menschen nicht bewusst – und Pestizide bedrohen sie.

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