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Die Zwerglibelle ist Libelle des Jahres 2018

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und die Gesellschaft deutschsprachiger Odonatologen (GdO) haben die Zwerglibelle (Nehalennia speciosa) zur "Libelle des Jahres 2018" gekürt.

Die Zwerglibelle ist "Libelle des Jahres 2018"; Foto: Michael Post / GdO Die Zwerglibelle ist "Libelle des Jahres 2018"  (Michael Post / GdO)

Mit nur 26 Millimetern Körperlänge ist die Zwerglibelle die kleinste unter den heimischen Libellen. Als Art, die laut Roter Liste als vom Aussterben bedroht gilt, braucht die Libelle des Jahres 2018 besonderen Schutz. Dazu gehört auch die Ausweisung weiterer Schutzgebiete. Denn ihre oft sehr begrenzten Lebensräume liegen oftmals in Schutzgebieten, die nicht öffentlich zugänglich sind. Deshalb ist die Zwerglibelle auch nur selten zu sehen.

Neben der natürlichen Seltenheit verschärft sich die Situation der Zwerglibelle – und ökologisch verwandten Arten – durch eine Gefährdung ihrer Lebensräume. Faktoren wie der Klimawandel und der Eintrag von Schadstoffen in die Umwelt führen zu einem immer weiteren Schrumpfen der Populationen. Denn die Zwerglibelle ist an spezielle Pflanzen und Vegetationseinheiten gebunden, die im Falle einer Überdüngung verloren gehen, da sie von nährstoffliebenden Pflanzen verdrängt werden.

Mehr Forschung zur Zwerglibelle nötig

Zwerglibellen bei der Paarung; Foto: Michael Post / GdO Zwerglibellen bei der Paarung  (Michael Post / GdO)

Obwohl Libellenkundler*innen schon viel über die Lebensweise der Zwerglibelle wissen, gibt ihnen die Art noch immer Rätsel auf.

Es stellt sich zum Beispiel immer noch die Frage, ob und wie die zierliche Art neue Standorte besiedelt. Es ist daher sehr wichtig, dass es breitere Feldforschung von Expert*innen zum nachhaltigen Schutz der Zwerglibelle und weiterer, vergleichbarer Arten gibt.

Der BUND fordert von der zukünftigen Bundesregierung, dass das bürgerschaftliche Engagement und die universitären Angebote für mehr Natur‐ und Artenkenntnis im Rahmen einer bundesweiten Initiative gestärkt und ein nationales Zentrum für Artenschutz und Monitoring eingerichtet werden. 

Warum die Kür der "Libelle des Jahres"?

Seit 2011 wählen die Gesellschaft für deutschsprachige Odonatologen (GdO), der Verband der Libellenkundler, und der BUND die "Libelle des Jahres" aus, um auf die Vielfalt der Arten und ihre Bedrohung aufmerksam zu machen. Von den 81 heimischen Libellenarten stehen 36 auf der Roten Liste.

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Ihr Ansprechpartner

Magnus J.K. Wessel

Leiter Naturschutzpolitik und -koordination
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