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Die Hohe Garbe – Auenwildnis an der Elbe

Das Gebiet der Hohen Garbe ist eine der letzten Auenwildnisse an der Elbe. Doch die Halbinsel wird zu selten überschwemmt, um lebendig zu bleiben. Hier will das Projekt "Lebendige Auen für die Elbe" ansetzen, um das wertvolle Biotop nachhaltig zu entwickeln.

Seeadler bei der Fischjagd; Foto: © Julius Kramer - Fotolia.com Seeadler bei der Fischjagd  (Julius Kramer / fotolia.com)

Die Elbe hat durch den Bau von Deichen über 80 Prozent ihrer natürlichen Überschwemmungsflächen verloren – und damit die typischen Lebensräume der Auen. Intakte Auen zählen aber zu den artenreichsten Biotopen in Mitteleuropa uns sind damit sehr bedeutsam für die Erhaltung der biologischen Vielfalt. Daher ist es besonders wichtig, die verbliebenen naturnahen Auen zu erhalten und miteinander zu vernetzen.

Eines der noch existierenden Auen-Juwele an der Elbe ist das Gebiet der Hohen Garbe im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe. Auf dieser Halbinsel in der nördlichen Altmark erstreckt sich ein Auwald über 200 Hektar. Eichen und Flatterulmen mit einem hohen Anteil an Alt- und Totholz bilden eine typische Hartholzaue; Schwarzstörche und Mittelspechte fühlen sich hier ebenso zu Hause wie Seeadler, Fischotter und Biber. Die Hohe Garbe zählt zu den größten und wichtigsten verbliebenen Hartholzauen an diesem Abschnitt der Elbe.

Doch eine Aue muss regelmäßig überschwemmt werden, um lebendig zu bleiben. In der Hohen Garbe ist diese natürliche Dynamik des Flusses unterbrochen: Ein alter Deich trennt sie vom Strom ab, das Wasser gelangt nur verzögert in den Auwald. Ist es jedoch einmal da, kann es kaum wieder abfließen.

Die Hohe Garbe wird wieder lebendig

Auwald an der Elbe; Foto: B. Felinks Auwald an der Elbe  (B. Felinks)

Das Projekt will diesen alten Auwald wieder zum Leben erwecken. Dazu werden zunächst die vorhandenen Arten und Biotope erfasst und bewertet. Auf dieser Grundlage wird erarbeitet, wie sich die Hohe Garbe möglichst optimal entwickeln kann. Zu beantworten sind dabei Fragen wie: An welchen Stellen sollte der alte Deich abgetragen werden, damit die Elbe ungehindert einströmen und abfließen kann? Wo kann zusätzlicher Auwald entstehen? Und wo befinden sich wertvolle, erhaltenswerte Wiesen?

Voraussetzung für diese Pläne ist, dass dem Projekt ausreichend Flächen zur Verfügung stehen, die nicht land- oder forstwirtschaftlich genutzt werden. Daher erwirbt die BUNDstiftung im Rahmen des laufenden Bodenordnungsverfahrens und im Einvernehmen mit Land- und Forstwirtschaft geeignete Flächen. So können große Teile des Gebiets weitgehend frei von möglichen Konflikten zu einer naturnahen Flussaue werden – und damit sowohl zu einem wertvollen Lebensraum für Seeadler, Schwarzstorch und Co. als auch zu einem wichtigen Beitrag zum ökologischen Hochwasserschutz.

Logoleiste Bundesprogramm Biodiversität, BMUB, BFN Gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.

Projektleitung

Meike Kleinwächter

BUND Auenzentrum / Trägerverbund Burg Lenzen e.V.
E-Mail schreiben Tel.: (03 87 92) 50 78-201

Pressekontakt überregionale Medien

Katrin Evers

Katrin Evers

Bundesgeschäftsstelle des BUND
E-Mail schreiben Tel.: (030) 2 75 86-535

Pressekontakt regionale Medien

Susanne Gerstner

BUND Auenzentrum / Trägerverbund Burg Lenzen e.V.
E-Mail schreiben Tel.: (03 87 92) 50 78-104

Publikation "Lebendige Auen für die Elbe"

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