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Goldene Acht ist Schmetterling des Jahres 2017

Die Naturschutzstiftung des nordrhein-westfälischen BUND-Landesverbandes und der BUND haben die Goldene Acht (Colias hyale) zum Schmetterling des Jahres 2017 gekürt, um auf den Rückgang des Falters aufmerksam zu machen.

Goldene Acht; Foto: Heiner Ziegler Schmetterling des Jahres 2017: die Goldene Acht  (Heiner Ziegler)

Die Raupen der Goldenen Acht ernähren sich von Luzerne und Klee und brauchen naturnahe blütenreiche Wiesen, Weiden oder Ruderalflächen. Mit der Intensivierung der Landwirtschaft werden solche Lebensräume immer seltener. Luzerne und Klee werden auch kaum noch als Gründünger oder Viehfutter angebaut. Gedüngt wird heute stattdessen mit Gülle und Kunstdünger, und als Viehfutter dient Importsoja.

Die ausgewachsen Schmetterlinge haben eine Flügelspannweite von etwa vier Zentimetern. Die Männchen sind gelb, die Weibchen grünlich-weiß gefärbt. Neben einer dunklen Randbinde und schwarzen und orange Flecken zeigen die Tiere einen achtförmigen rot umrandeten Fleck auf der Unterseite der Hinterflügel, der dem Schmetterling seinen Namen eingebracht hat.

Die Goldene Acht ist in Mittel- und Osteuropa und den gemäßigten Zonen Asiens verbreitet, fehlt aber im Mittelmeerraum. Es sind typische Wanderfalter, die mehrere 100 Kilometer zurücklegen. Sie können auch in Regionen auftreten, in denen sie normalerweise nicht leben. Die Schmetterlinge bilden über das Jahr drei bis vier Generationen aus. Die Überwinterung erfolgt als Raupe.

Der ausgewachsene Kleegelbling, wie die Goldenen Acht auch genannt werden, ist auch für Fachleute nicht von dem nahe verwandten Hufeisenklee-Gelbling zu unterscheiden. Eine Unterscheidung ist nur bei den älteren Raupen möglich.

Die Goldene Acht ist bundesweit noch ungefährdet, in einigen Bundesländern gilt der Schmetterling jedoch nach der Roten Liste als gefährdet.

Zur Kür des Schmetterlings des Jahres

Der BUND und die BUND NRW Naturschutzstiftung küren seit 2003 den Schmetterling des Jahres, um auf die Bedeutung und Bedrohung der Schmetterlinge aufmerksam zu machen. Nur ein Drittel der Tag- und die Hälfte der Nachtfalterarten in Deutschland sind noch ungefährdet. 

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