Eine junge Robbe namens JD hatte Glück. Vom British Divers Marine Life Rescue wurde der Ring 2021 entfernt. Dem Tier geht es gut – JD wurde entlang der Küste Cornwalls mehrfach fotografiert. Es ist einer der ersten dokumentierten Wurfring-Fälle.
(Cornwall Seal Group Research Trust)
Bitte verzichten Sie beim Strandbesuch auf die bunten Ringe! Sicherer sind Frisbees ohne Loch, damit die Tiere ihren Kopf nicht durchstecken können. Wir appellieren auch an Händler*innen, auf das Problem aufmerksam zu machen und den Verkauf einzustellen. Sammeln Sie Ihre Spielzeuge generell immer wieder sorgfältig ein, wenn Sie den Strand verlassen.
Meeresmüll ist eine generelle Gefahr
Für Robben ist jeglicher Meeresmüll eine Gefahr. Insbesondere junge Robben lernen durch Spielen und Entdecken. So kommt es leicht dazu, dass sie sich in Meeresmüll verheddern. Verloren gegangene Fischernetze, sogenannte Geisternetze, sind beispielsweise eine weitere Gefahrenquelle für Robben und Seehunde. Auch verlorene Angelsehnen und Haken sind sehr gefährlich für Meerestiere.
Wie Sie helfen können
Sprechen Sie Besitzer*innen von Strandlädchen freundlich an und klären über die Problematik der Flying Rings auf. Oder beteiligen Sie sich an BUND-Müllsammel-Aktionen entlang der Deutschen Küste. Unsere Anstrengungen für den Meeresschutz können Sie auch finanziell unterstützen.
Robbe gesehen? Einfach Sichtung melden!
Sie können Sichtungen bei BUND-Landesverbänden oder Landesinstitutionen melden:
- Mecklenburg-Vorpommern: BUND-Robbentelefon anrufen, damit eine temporäre Ruhezone am Strand aufgebaut werden kann und BUND-Robbenbetreuer*innen klären Strandgäste über die Situation auf.
- Schleswig-Holstein: Robbensichtung in der Robben-App melden oder im Notfall Wasserschutzpolizei anrufen.
Verhaltenstipps: Was tun bei einer Begegnung mit Robben oder Seehunden?
Halten Sie einen Mindestabstand von 500 Metern zu den Meeressäugern – das gilt am Strand als auch auf dem Wasser. Falls Sie doch einem Tier begegnen, verhalten Sie sich ruhig und ziehen Sie sich langsam zurück. Nähern Sie sich niemals absichtlich. Füttern ist ein absolutes Tabu.
Das Fluchtverhalten, das durch Menschen ausgelöst wird, ist für die Tiere sehr anstrengend. Durch chronischen Stress können Langzeitfolgen entstehen. Zum Beispiel wird das Immunsystem geschwächt oder es fehlen Fettreserven für den Winter. Störungen durch den Menschen können zu einer niedrigeren Überlebensrate der Jungtiere führen.
Mehr Informationen
- Artprofil der Kegelrobbe
- Meeresschutz
- Auf das Wurfring-Problem aufmerksam geworden sind Expert*innen des Cornwall Seal Group Research Trust. Das Institut hat Vorfälle systematisch erfasst.
So schützen Sie unsere Meere
Wir kämpfen für echten Schutz der Meere und ihrer Bewohner. Doch dafür brauchen wir Ihre Hilfe:
- Mit 25 Euro helfen Sie uns, Müllsammel-Aktionen an Stränden durchzuführen. Zudem setzen wir uns für weniger Unterwasserlärm und ein Ende der Plastik- und Schadstoffeinträge ein.
- Mit 55 Euro ermöglichen Sie uns, an politischen Verhandlungen über Fischfangquoten teilzunehmen und Beifänge sensibler Arten wie der Kegelrobbe effektiv zu reduzieren.
- Mit 75 Euro unterstützen Sie uns, politischen Druck auszuüben – notfalls juristisch. Für den Schutz unserer Natur gehen wir im Fall der Fälle bis zur letzten Instanz.