Umweltverträgliche und gemeinwohlorientierte Schiene

Die Schiene ist der mit Abstand energieeffizienteste Verkehrsträger und somit Rückgrat einer sozial-ökologischen Mobilitätswende. Das gilt für Nah- und Fernverkehr von Personen und Gütern. Der BUND hat in diesem Projekt herausgearbeitet, wie der Konflikt zwischen Naturschutz und den Ausbau der Schieneninfrastruktur so gering wie möglich gehalten werden kann.

Bei der Schieneninfrastruktur wurde in den letzten Jahrzehnten systematisch gespart, Gleise, Gleisanschlüsse für Unternehmen und Weichen reduziert und Bahnhofsgebäude verkauft. Dadurch wurde die Attraktivität für Reisende vermindert.

Modern statt marode – die Schiene der Zukunft braucht einen Plan.  (Akatjomar / via canva.com)

Aber auch beim Güterverkehr ist die Infrastruktur an ihren Kapazitätsgrenzen. Die im Masterplan Schienenverkehr postulierten Ziele, die Verdoppelung der Fahrgastzahlen bis 2030 und einen Schienenanteil von 25% des Güterverkehrs, setzen eine umfassende Sanierung und Modernisierung der Schieneninfrastruktur voraus. Daneben kann in einigen Fällen Neu- und Ausbau zur Kapazitätsausweitung sinnvoll sein. Dafür müssen Naturschutzbelange vollumfänglich berücksichtigt werden und die notwendigen finanziellen Mittel langfristig gesichert zur Verfügung stehen.

Zum Projekt

Regionalbahnen können eine wertvolle Alternative für Pendler*innen sein.  (Teka77 / via canva.com)

Im vom Umweltbundesamt (UBA) finanzierten Projekt „Umweltverträgliche und gemeinwohlorientierte Schieneninfrastruktur“ haben wir ein positives Leitbild der Eisenbahn entwickelt, das sowohl Umweltschutz- als auch Gemeinwohlkriterien beinhaltet. Im Projektverlauf haben wir uns mit dem Zielfahrplan eines Deutschlandtaktes und den damit verknüpften Baumaßnahmen kritisch auseinandersetzen und dabei gemeinsam mit Fachleuten, Aktiven und anderen Beteiligten erarbeiten, wie und wo ein Ausbau der Schieneninfrastruktur notwendig ist, um die verkehrlichen Ziele zu erreichen. Gleichzeitig haben wir in den Blick genommen, durch welche Maßnahmen die Eingriffe in die Natur so gering wie möglich gehalten oder ausgeglichen werden können. 

Ziel des Projekts

Ziel des Projekts war es, ein positives Leitbild einer naturverträglichen und gemeinwohlorientierten Schiene als Rückgrat einer sozialen und ökologischen Mobilitätswende zu entwickeln. Das entstandene Leitbild soll nun einen Beitrag dazu leisten, den Konflikt zwischen Naturschutz auf der einen und der Notwendigkeit eines zielgenauen Ausbaus der Schieneninfrastruktur auf der anderen Seite, so gering wie möglich zu halten. Es zeigt Lösungsmöglichkeiten für die Einhaltung der Klimaziele im Verkehr auf, die zeitnah umsetzbar sind, aber gleichzeitig Schädigungen der Biodiversität vermeiden oder zumindest minimieren. 

Projektablauf

  • Workshops zu Klimaschutz und Naturschutz beim Neu- und Ausbau von Schieneninfrastruktur
  • Gutachten zur Analyse von Bauprojekten mit Fokus auf naturverträglicher Umsetzung, Umsetzungsgeschwindigkeit und Verlagerungswirkung
  • Austausch mit bahnpolitischen Organisationen
  • Erstellung, Broschüre, Papiere und Informationen
  • Positives Leitbild für eine naturverträgliche und gemeinwohlorientierte „Bahn der Zukunft"
  • Öffentliche (Fach-)Veranstaltung als Abschlussveranstaltung (1. Quartal 2026)

Gutachten

Kontakt

Gabriel Kapfinger

Referent Verkehrs- und Infrastrukturpolitik
E-Mail schreiben Tel.: +493027586221

Umweltverträgliche und gemeinwohlorientierte Schiene als Rückgrat einer sozial-ökologischen Mobilitätswende

Förderhinweis

Dieses Projekt wurde gefördert durch das Umweltbundesamt und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz. Die Mittelbereitstellung erfolgt auf Beschluss des Deutschen Bundestages.

Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt bei den Autorinnen und Autoren.

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