Die spanische Wegschnecke frisst fast alles an Gemüse und Pflanzen.
(Bild: Erik Jørgensen/flickr.com/CC BY-NC-SA 2.0)
Die spanische Wegschnecke ist eine invasive Art und hat sich bei uns sehr stark vermehrt. Sie frisst fast alles an Gemüse und Pflanzen.
Wann fressen Schnecken besonders viel?
Schnecken mögen es nass und gehen in den frühen Morgenstunden und am Abend auf Futtersuche. Sind die Schnecken erstmal unterwegs, haben Jungpflanzen fast keine Chance mehr, zu ausgewachsenen Pflanzen zu wachsen, da sie sofort angefressen werden. Die Schnecken sitzen dann beispielsweise auf den Blättern des Salats und fressen sich systematisch vor. Selbst einen erntereifen Salatkopf können Schnecken innerhalb einer Nacht fressen.
Diese Tipps helfen gehen Schnecken im Garten
1. Gemüse anbauen, das Schnecken nicht mögen
Sorgen Sie schon bei der Beetplanung dafür, dass Schnecken Ihre Ernte nicht mögen. Rote Bete, Zwiebeln, Lauch, Mais, Tomaten und Mangold mögen Schnecken nicht oder nicht so sehr. Sehr junge Tomaten- oder Mangoldpflänzchen sollten Sie trotzdem schützen. Schnecken lieben Salat – Pflücksalate allerdings viel weniger als Eisberg- oder Kopfsalat.
2. Nutzen Sie Hochbeete
Pflanzen Sie gefährdetes Gemüse wie beispielsweise Salat im Hochbeet an. Hochbeete sind für Schnecken schwieriger zu erreichen.
3. Schneckeneier absammeln
Die Schneckenpopulation im Garten lässt sich schon eindämmen, bevor ausgewachsene Tiere unterwegs sind: Sammeln Sie Schneckeneier ab. Schneckeneier sehen Schaumblasen ähnlich. Sie sitzen meist an dunklen, feuchten Stellen, etwa unter Trittbrettern oder umgedrehten Blumentöpfen, wo sich Feuchtigkeit sammelt.
4. Schneckenzäune und Schneckenkragen
Stellen Sie Schneckenzäune oder Schneckenkragen auf, die Schnecken nicht überwinden können. Nutzen Sie diese Hindernisse vor allem bei jungen Pflanzen oder den besonders gefährdeten Pflanzen.
5. Schnecken absammeln
Wenn bereits viele Schnecken an den Pflanzen sitzen, sollten Sie sie händisch absammeln – möglichst früh am Tag oder am Abend, wenn sie aus ihren Verstecken kommen. Bringen Sie die Schnecken in die hinteren Ecken des Gartens oder auf den Kompost.
6. Zum richtigen Zeitpunkt gießen
Gießen sollte Sie am besten in den frühen Morgenstunden, wenn die Schnecken sich in ihre Schattenbereiche zurückziehen. Bitte nicht am Abend, denn dann werden durch die Feuchtigkeit noch einmal zusätzlich angelockt. Beim Gießen darauf achten, den Wurzelbereich statt die Blätter der Pflanze oder das gesamte Beet zu gießen. Gießen Sie selten und dann intensiver. So kommt Wasser in den Wurzelbereich. Außerdem werden die Schnecken durch ständiges Feuchthalten des Bodens, verursacht durch tägliches Gießen, angelockt.
7. Nützlinge fördern
Molche, Eidechsen, Spitzmäuse und Insekten wie Laufkäfer, Glühwürmchen oder Moderkäfer fressen Schnecken. Auch bei Vögeln wie Drosseln, Staren, Krähen, Raben, Elstern und beim Hausrotschwanz stehen sie auf dem Speiseplan. Wer weniger Schnecken haben will, sollte also Nützlinge fördern. Räumen Sie Ihren Garten möglichst wenig auf und verzichten Sie auf Pestizide. Totholzstapel, Laubhaufen, Wasserstellen, dichte Hecken, ein Vogelnistkasten, ein Kompost oder eine Feldsteinmauer sorgen zusätzlich dafür, dass sich Schneckenfresser im Garten wohlfühlen.
Schneckenkorn: Giftig für Hunde, Katzen und Igel
Auf Schneckenkorn sollten Sie unbedingt verzichten, denn Schneckenkorn ist auch für Hunde, Katzen und Igel giftig. Schneckenkorn auf Eisenbasis ist zwar weniger gefährlich für Wild- und Haustiere, es tötet aber auch nützliche Schnecken wie Gehäuseschnecken, Weinbergschnecken oder auch den Tigerschnegel, der die Eier der Wegschnecke frisst.
Schneckenbekämpfung mit Hausmitteln wie Bierfallen, Haferflocken, Kaffeesatz
Selbst gebaute Schneckenfallen wie die bekannten Bierfallen sind nicht zu empfehlen, da die Tiere qualvoll darin verenden. Es gibt viele Ideen für selbstgemachte Hausmittel, die als Schneckenbarriere helfen sollen: Sägespäne, Kaffeesatz, Haferflocken oder Sägespähne. Meist hilft das nur zusätzlich zu anderen Maßnahmen. Hier müssen Sie eigene Erfahrungen machen. Aber Vorsicht: Bringen Sie keine Salze, Öle oder andere kritische Stoffe in die Umwelt.