Durch die weitere Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der hier beschriebenen Verwendung von Cookies durch den BUND einverstanden. An dieser Stelle können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen bzw. eine erteilte Einwilligung widerrufen. Der Einsatz von Cookies erfolgt, um Ihre Nutzung unserer Webseiten zu analysieren und unser Angebot zu personalisieren.

OK

Pflanzen gesund erhalten

30. März 2018 | Umweltgifte, Naturschutz, Wildbienen, Schmetterlinge

Die goldenen Regeln des biologischen Pflanzenschutzes

"Schädlingsbefall" ist oft Ausdruck für einen schlechten Gesundheitszustand der Pflanze. Gesunde Nutz- und Zierpflanzen werden mit ihren "Schädlingen" gut fertig und selten so stark befallen, dass sie ernsthaften Schaden davontragen. Pflanzen, deren Lebensbedingungen ungünstig sind, kränkeln und zeigen einen starken Befall. Wenn Sie die nachfolgenden Regeln beachten, fördern Sie die Widerstandskraft der Pflanzen.

Standortwahl: die richtige Pflanze am richtigen Platz

Wählen Sie standortgerechte, heimische und robuste Pflanzensorten. Die unterschiedlichen Pflanzenarten haben sich im Laufe ihrer Entwicklung an die verschiedensten Klima- und Bodenverhältnisse angepasst.

Sortenwahl: Achtung bei der Auswahl von Samen und Pflanzen

Viele Pflanzenkrankheiten lassen sich nur durch die Wahl geeigneter Sorten preiswert und umweltschonend ausschalten, etwa bei Kartoffelsorten, die gegen Kartoffelkrebs resistent sind. Nur wenn Gesundheit, gute Keimfähigkeit und hohe Keimrate beim Saatgut und gesundes, sortentypisches Aussehen beim Pflanzengut gegeben sind, haben Pflanzen in der empfindlichen Jugend- oder Anwachsphase optimale Startbedingungen.

Optimaler Saat- und Pflanztermin

Um das zeitliche Zusammenkommen von "Schädling" und empfindlichem Pflanzenstadium zu verhindern und eine schnelle Jugendentwicklung zu gewährleisten, kann der optimale Saat- und Pflanztermin von der Angabe auf der Samenpackung abweichen. Frühe Saat ist oft besser, da die Pflanzen bereits erstarkt sind, wenn sich ihre "Schädlinge" entwickeln. Wir empfehlen, sie etwa gegen Möhrenfliegen- und Erbsenwicklerbefall zu schützen. Die Blüte der Hülsenfrüchte sollte vorüber sein, wenn die ersten Wicklerweibchen fliegen. Flaches Säen und Pflanzen verkürzt die empfindliche Jugendentwicklung und stärkt die Pflanzen, weil sie früher ans Licht kommen und Energie erzeugen. Sinnvoll ist das Vorziehen von Setzlingen im Frühbeet oder im Glashaus.

Pflanzenschutz durch Umweltgestaltung

Bei Pflanzungen in offenen Lagen ist es sinnvoll, mittels Hecken oder Windschutzpflanzen (Sonnenblumen, Stangenbohnen) den Wind zu bremsen. Dadurch erhöht sich die Temperatur der Umgebung, und die Wasserverdunstung aus dem Boden wird reduziert. Leichte Durchlüftung und Besonnung der Pflanzenbestände beugt Pilzkrankheiten vor und fördert den Geschmack der Pflanzen.

Richtige Bodenpflege

Die mechanische Bodenbearbeitung erfolgt durch Lockern und Belüften des Bodens, nicht durch Umgraben. So bleibt das Bodengefüge erhalten. Eine Mulchdecke aus organischem Material verbessert die Bodenqualität. Düngung erfolgt durch Ausbringen von Kompost, Gründüngung und Pflanzenjauchen.

Mischkultur: gute und schlechte Nachbarn

Beim Anbau in Mischkultur nutzen wir die Tatsache, dass sich verschiedene Nutzpflanzen gegenseitig fördern und ihre "Feinde" abhalten.

Fruchtfolge

Der aufeinanderfolgende Anbau von Stark-, Mittel- und Schwachzehrern verhindert Bodenmüdigkeit und Folgekrankheiten.

Hygiene

Beim Gehölzschnitt ist sauberes Arbeiten wichtig: Größere Wundränder mit einem scharfen Messer glätten. Anschließend eventuell ein biologisches Wundbehandlungsmittel ohne Fungizidzusatz aufbringen. Entfernen und vernichten Sie befallene Pflanzenteile.

Zur Übersicht

BUND-Bestellkorb