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Kein Ei mit der 3

10. Oktober 2016 | Massentierhaltung, Landwirtschaft, Nachhaltigkeit

Der Eierstempel gibt Auskunft über Haltungsform, Herkunftsland und Betriebsnummer.

Seit einigen Jahren ist die Einzelhaltung von Legehennen in Deutschland verboten. Nicht verboten ist aber die Haltung von Legehennen in sogenannten "ausgestalteten Käfigen" oder "Kleingruppenhaltung".

Dahinter verbirgt sich ein Käfig mit nur wenig mehr Platz als in den alten Legebatterien.

Achten Sie auf den Stempel

Schauen Sie beim Einkauf auf den Eierstempel und achten Sie auf die erste Ziffer. Diese gibt Auskunft über die Haltungsform. Und Vorsicht bei gefärbten Eiern: Sie müssen nicht gekennzeichnet werden. Steht nichts anderes darauf, so stammen diese in aller Regel aus Käfighaltung!

Die Buchstaben verraten das Herkunftsland. So steht etwa "DE" für Deutschland oder "NL" für Niederlande. Die Ziffern hinter dem Länderkürzel geben Auskunft über die Betriebsnummer.

Haltungsformen

  • 0: Ökologische Haltung und Biofutter – Genuss für alle, doch erst 9,7 Prozent der Eier
  • 1: Freilandhaltung – viel Auslauf, aber konventionelles Futter, 17,9 Prozent der Eier
  • 2: Bodenhaltung – kein Käfig, aber wenig Platz, 64,1 Prozent der Eier
  • 3: Käfighaltung (auch "Kleingruppen" oder "Kleinvoliere") – grausame Tierquälerei und Salmonellenrisiko, 8,2 Prozent der Eier

Der Stempel auf jedem Frühstücksei zeigt, dass Kennzeichnung wirkt: Eier mit einer "3" werden fast gar nicht mehr verkauft, denn sie werden von den VerbraucherInnen abgelehnt und vom Handel ausgelistet. Viel lieber wird zu den tierfreundlicheren Alternativen aus Boden- und Freilandhaltung oder besser noch zu Bioproduktion gegriffen. Diese Tierhaltungs-Kennzeichnung ist eine Erfolgsgeschichte, die aus Sicht des BUND ausgeweitet werden muss.

Verarbeitete Eier sollten ebenfalls kennzeichnungspflichtig sein – beispielsweise in Fertigprodukten oder im Restaurant. Darüber hinaus fordert der BUND eine generelle Tierhaltungs-Kennzeichnung für alle tierischen Lebensmittel, die sich an der Eier-Kennzeichnung anlehnen sollte. Ein staatliches, verpflichtendes Tierwohl-Label ist längst überfällig!

Alle Zahlen stammen vom Statistischen Bundesamt für den Monat Dezember 2015

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