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Ostereier ohne Tierquälerei

02. April 2017 | Landwirtschaft, Massentierhaltung, Chemie, Nachhaltigkeit

Wer keine Eier aus Käfighaltung oder mit krebserregenden Farbstoffen im Osternest will, sollte genau hinschauen.  (Annie Spratt / CC0 1.0 )

Zum Ende der Fastenzeit kommen wieder allerlei Leckereien auf den Tisch, allen voran bunt gefärbte Ostereier. Wenn Sie keine Eier aus Käfighaltung oder mit krebserregenden Farbstoffen im Osternest haben wollen, sollten Sie genau hinschauen.

Denn der Stempel, dessen erste Ziffer normalerweise Auskunft über die Tierhaltung gibt, ist bei gekochten und gefärbten Ostereiern keine gesetzliche Pflicht. Hersteller müssen hier keine Angaben über die Art der Tierhaltung machen.

Zwar setzt der Handel auf Druck von VerbraucherInnen verstärkt auf Transparenz, so dass inzwischen auf vielen Ostereier-Packungen freiwillige Siegel über die Haltung der Legehennen informieren. Doch der Großteil bleibt nach wie vor ohne Kennzeichnung und stammt in der Regel von Hühnern aus Käfighaltung.

Je höher die Zahl, desto geringer die Standards

Wir empfehlen daher, Bio-Eier zu kaufen und sie selbst zu färben. Nur mit der Ziffer "0" gestempelte Eier garantieren den meisten Platz und Auslauf für die Tiere. Je höher die Zahl auf dem Ei, desto geringer sind die Standards: Während die Ziffer "1" noch Freilandhaltung ausweist, leben die Hühner bei "2" ("Bodenhaltung") schon sehr beengt und ohne Auslauf  bzw. bei "3" in Käfigen mit 13 Tieren je Quadratmeter.

In Deutschland werden noch immer 11 Prozent der Legehennen in solchen Drahtkäfigen gehalten. In verarbeitenden Produkten der deutschen Lebensmittelindustrie ist der Anteil von Käfigeiern noch höher: Aufgrund von EU-Importen stammen unabhängigen Schätzungen zufolge etwa 50 Prozent von Käfighennen. Da diese ebenfalls nicht kennzeichnet werden müssen, ist es ratsam, bei eierhaltigen Lebensmitteln wie Gebäck, Nudeln oder Eierlikör nur kontrollierte Bioware zu kaufen.

Auch Färben geht umweltverträglich

Auf Nummer sicher gehen Sie mit umweltver­träglichen Farben. Diese sind im Bioladen und in Drogerien erhältlich, können aber auch einfach selbst zubereitet werden. So lässt sich zum Beispiel aus Birkenblättern, Rotkohl, Johanniskraut, Roter Beete, Spinat oder Petersilie ein färbender Sud herstellen.

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