Eisverpackungen nicht weiterverwenden: Eis einfach selbst machen

16. Juli 2020 | Chemie, Ressourcen & Technik, Nachhaltigkeit

Lecker, nachhaltig und ganz ohne Plastikmüll: selbstgemachtes Eis.  (silviarita / pixabay.de)

Sommer, Sonne und Eis – das gehört zusammen. Und so tummeln sich in deutschen Tiefkühltruhen zahlreiche Plastikbehälter voller Eiscreme.

Ist die Süßspeise verzehrt, nutzen Umweltbewusste oder Sparfüchse die Verpackung zur Aufbewahrung von Essensresten oder frieren darin erneut Lebensmittel ein.

Das ist gut gemeint und praktisch gedacht, birgt jedoch Risiken. Denn die Verpackungen bestehen zumeist aus thermoplastischen Kunststoffen, die sich bei höheren Temperaturen verformen. Daraus können sich schädliche Substanzen lösen und ins Essen gelangen.

Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten Sie keine leeren Eisverpackungen zur Aufbewahrung von Lebensmitteln verwenden. Eisverpackungen gehören in den gelben Sack oder die gelbe Tonne und sollten fachgerecht recycelt werden. Um erneut Lebensmittel einzufrieren, sind sie nicht geeignet. 

Dennoch: Immer dort, wo es geht, ist es gut, Müll zu vermeiden. Wollen Sie die Eisverpackungen also nicht wegwerfen, so eigenen sie sich noch für eine Zweitnutzung außerhalb des Lebensmittelbereiches, zum Beispiel zur Aufbewahrung von Schrauben oder anderen Kleinteilen.

Am leckersten: Eis gleich ganz selbermachen

Wer Plastikmüll grundsätzlich vermeiden will, sollte ganz auf verpacktes Eis verzichten und sein Eis stattdessen selbst machen. Das ist gar nicht schwer! Dabei helfen können Ihnen zum Beispiel dauerhaft verwendbare Eisformen mit Stiel, die nur zum Einfrieren genutzt werden. Achten Sie beim Kauf solcher Förmchen darauf, dass sie nachweislich für den Kontakt mit Lebensmitteln geeignet sind! Sie erkennen gefahrlos verwendbare Eisformen am Glas-und-Gabel-Symbol auf der Rückseite.

Und dann kann es losgehen: Aus dem Lieblingsfruchtsaft wird erfrischendes Wassereis. Wer es cremiger mag, verrührt fettreicheren Bio-Joghurt mit Holunderblütensirup und gibt ihn in die Förmchen. Nach ein paar Stunden ist das Eis durchgefroren.

Und wenn es mal schneller gehen muss: Bio-Joghurt mit regionalen Tiefkühlfrüchten und etwas Honig vom Imker des Vertrauens pürieren – fertig ist die cremige Eismahlzeit! Ganz lecker. Ganz nachhaltig. Und ganz ohne Plastikmüll.

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