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Nachhaltige Umweltziele – mit der Nachhaltigkeitsstrategie

Ihre erste Nachhaltigkeitsstrategie verabschiedete die Bundesregierung im Vorfeld des Weltgipfels für nachhaltige Entwicklung in Johannesburg 2002. Seitdem hat sich viel getan: Die neue deutsche Nachhaltigkeitsstrategie orientiert sich an den globalen Nachhaltigkeitszielen, die die Vereinten Nationen 2015 formuliert haben. Doch die in der Strategie formulierten Ziele sind nicht ehrgeizig und die Umsetzungsmaßnahmen nicht konkret genug.

Nachhaltigkeitsstrategie benötigt ambitionierte Ziele und verbindliche Umsetzung

Natur in der Stadt; Foto: © Albachiaraa - Fotolia.com Nachhaltige Städte – eines der 17 UN-Ziele  (Albachiaraa / fotolia.com)

Wesentliche Ziele der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie sind weit davon entfernt, erreicht zu werden: darunter Klimaschutz und Artenschutz, Verkehrs- und Landwirtschaftsziele. Der BUND fordert die Bundesregierung auf, eine verbindliche und wirksame Umsetzung der Ziele zur obersten Priorität ihres Regierungshandelns zu machen (vgl. Stellungnahme zum Konsultationspapier vom Juni 2018). 

Grundsätzlich gilt: Die neue deutsche Nachhaltigkeitsstrategie, mit der die Bundesregierung die globalen Nachhaltigkeitsziele (SDG) umsetzen will, ist nicht ehrgeizig genug. Sie enthält keinen Fahrplan für den sozialverträglichen Ausstieg aus der Kohle. Dem immensen täglichen Flächenverbrauch setzt sie kein Ende, und auch in anderen Wirtschaftsbereichen setzt die Bundesregierung unbeirrt auf ein "Weiter so". Auch die internationalen Auswirkungen deutscher Wirtschafts- und Agrarpolitik müssen in Zukunft wesentlich stärker berücksichtigt werden.

Eine Politik, die sich vor allem am Ziel des Wirtschaftswachstums orientiert, steht im krassen Widerspruch zu den begrenzten Ressourcen. In vielen Bereichen sind die planetaren Grenzen längst überschritten – beim Schutz des Klimas, der Böden und der Biodiversität. Für die nötige sozial-ökologische Wende brauchen wir klare und verbindliche Reduktionsziele für Deutschland, die sich u.a. aus dem aktuellen Ressourcenverbrauch pro Kopf ableiten. Die Bewahrung der natürlichen Lebensgrundlagen muss zur Grundlage jeder wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung werden! 

Globale Nachhaltigkeitsziele – "Sustainable Development Goals"

Globale Nachhaltigkeitsziele – "Sustainable Development Goals"

Im Herbst 2015 haben die Vereinten Nationen die globalen Nachhaltigkeitsziele (SDG) beschlossen. Die 17 Ziele lösen die Millenniumziele ab und gelten bis 2030. Das Vorhaben, die Entwicklungsziele eng mit Klima- und Umweltschutz zu verknüpfen, um die Ursachen für Hunger, Armut und Umweltkrisen wirksam zu bekämpfen, ist dringender denn je. Alle Staaten sind gefordert, die Ziele umzusetzen.

Nachhaltigkeitspolitik – auch in den Bundesländern

Viele der Kompetenzen, die für eine nachhaltige Entwicklung ausschlaggebend sind, liegen auf Länderebene. Darunter die Regional- und Raumplanung, die Forst- und Landwirtschaft, der öffentliche Nahverkehr, Bildung, Wissenschaft und Kultur. Die Länder haben durchaus Gestaltungsspielräume, z.B. beim Klimaschutz mit einer klimagerechten Beschaffungspolitik. Zudem können sie ihre Kommunen im nachhaltigen Handeln unterstützen.

Für den BUND ist das enge Zusammenspiel der verschiedenen politischen Ebenen – Kommunen, Länder und Bundesebene – entscheidend für das Gelingen der Nachhaltigkeitsstrategie. Unter anderem Thüringen und Baden-Württemberg unterhalten einen Beirat zur nachhaltigen Entwicklung – mit Beteiligung der BUND-Landesvorsitzenden.

Mit der Kurzstudie "Suffizienz in der Landespolitik" legt der BUND eine Untersuchung darüber vor, wie die Bundesländer dazu beitragen können, dass wir substanziell weniger Ressourcen und Energie verbrauchen – und wie sie einen Rahmen für andere Lebensstile schaffen können. 

Zukunftsfähiges Deutschland: Wann, wenn nicht jetzt?

Mädchen auf Wiese; Foto: designritter / photocase.de Wie wollen wir in Zukunft leben?  (designritter / photocase.de)

Als Vorläufer und Wegbereiter der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie gelten die beiden Studien "Zukunftsfähiges Deutschland" (1996 und 2008). Nachdem die erste Studie laut dem Nachrichtenmagazin "Spiegel" zur "grünen Bibel der Jahrtausendwende" avanciert war, zeigt die zweite, was Nachhaltigkeit in einem Industrieland mit internationaler Verantwortung bedeutet. Sie diskutiert, wie Deutschland die Herausforderungen der Globalisierung kreativ bewältigen kann, wie Politik und Gesellschaft zukunftsfähig werden können. Und sie macht Mut, in dieser Perspektive zu handeln. Die Frühjahrsausgabe 2017 der Zeitschrift "politische ökologie" macht nun deutlich: Ökologische Kipppunkte rücken näher, soziale Ungleichheit verstärkt sich – hier und weltweit. Eine grundlegende Veränderung unserer Wirtschafts- und Lebensweise ist notwendiger denn je. 

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Kontakt

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Stabsstelle Nachhaltigkeit
E-Mail schreiben Tel.: (030) 2 75 86-462

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Nachhaltigkeitskommunikation
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Nachhaltigkeitsrat

Hubert Weiger Hubert Weiger  (Jörg Farys)

Seit Juni 2013 ist der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger Mitglied im Rat für Nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung. 

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Das Magazin "movum" will die Umweltdebatte in Deutschland ankurbeln. Der BUND ist Mitherausgeber. Hier lesen und mitdiskutieren.

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