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Der BUND-Arbeitskreis Wirtschaft und Finanzen

Können Ökologie und Ökonomie friedlich koexistieren? Oder zieht Umweltschutz zwangsläufig wirtschaftliche Nachteile nach sich? Der Arbeitskreis findet Antworten.

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Unsere Aufgaben

Der Arbeitskreis (AK) trifft sich zweimal im Jahr, im Herbst für ein Wochenende in der ev. Akademie Bad Boll nahe Stuttgart und im Frühjahr eintägig, in der Regel im Ökohaus in Frankfurt/Main. Er behandelt sowohl betriebs- wie volkswirtschaftliche Themen, unterstützt den Bundesvorstand in seiner Arbeit zu ökonomierelevanten Fragen, erarbeitet Stellungnahmen (z.B. zu Anhörungen des Deutschen Bundestags) und verbreitet seine Ergebnisse über BUND-Publikationen wie über Veröffentlichungen in Fachzeitschriften.

Jenseits des Wachstums

Das zentrale Thema des AK in den letzten Jahren war Postwachstum oder Degrowth, die sozialverträgliche physische Verschlankung der Gesamtwirtschaft. Nach der Erarbeitung eines Grundlagenpapiers 2011 haben wir mit Firmeninhabern und Managern die Frage diskutiert "Brauchen Unternehmen Wachstum?" und mit Gewerkschaftern und Expertinnen für Reproduktion über "Ist gute Arbeit ohne Wachstum möglich?"

Aktuell beschäftigt sich der AK vor allem mit dem Thema "Suffizienzpolitik", eine politische Querschnittsaufgabe, die allen Menschen die Freiheit sichern soll, ihren selbstgewählten Lebensstil im Rahmen der ökologischen und sozialen Grenzen frei zu wählen. Dies war auch ein Schwerpunkt der Herbsttagung 2016, und Thema unseres Workshops – zusammen mit der BUND Jugend – auf der internationalen Degrowth-Konferenz in Budapest im September 2016. Auch 2014 hat der AK zusammen mit der BUND Jugend die Beteiligung des BUND an der Degrowth-Konferenz in Leipzig koordiniert.

Ein weites Feld

Weitere Themen sind z.B. die Kampagne gegen TTIP und verwandte Deregulierungsabkommen, die kritische Positionsbestimmung zur Rolle ökonomischer Instrumente im Umweltschutz oder die Bankwechselkampagne für nachhaltige Geldanlagen.

Ein Thema ist ein Dauerbrenner im AK: die nachhaltige Finanzreform, früher als Ökosteuer bekannt. Noch immer gibt es massive staatliche Subventionen für fossile Energieträger, die die Energiewende unterminieren, und für eine nicht zukunftsfähige Landwirtschaft, die Umwelt und Tierschutzbedenken nicht ernst nimmt. In Zeiten historisch niedriger Ölpreise ist hier akuter Handlungsbedarf, nicht nur um Sparanreize für VerbraucherInnen aufrecht zu erhalten, sondern auch um den Firmen, die in Ressourceneffizienz investieren wollen, dies ökonomisch zu ermöglichen.

Unternehmen

Ein weiteres Thema des AK ist welche Möglichkeiten die Unternehmen selbst haben, ein nachhaltiges Wirtschaften zu fördern. Dazu gehören Stellungnahmen zur Umsetzung der EU-Corporate Social Responsibility Regelungen in Deutschland, Kritik am Unternehmensindex des Nachhaltigkeitsrates, Vorschläge zur Verbesserung der Normen und VDI-Richtlinien zur nachhaltigen Unternehmensführung, und anderes mehr.

Ein langer Schatten

Der AK kann seine Wurzeln bis in die Gründungszeit des BUND zurückverfolgen. Seit 40 Jahren streitet er für eine Abkehr vom Wachstumsparadigma, seit 30 Jahren engagiert er sich für die ökologische Steuerreform, die er 1983 mit angestoßen hat. Vom AK gingen wesentliche Impulse für die 1996 erschienene Studie "Zukunftsfähiges Deutschland" von BUND und Misereor aus, die bis heute nachwirkt.

Neben diesen Fragen ist der AK aber immer für neue Themenfelder offen. Wer an einer Mitarbeit interessiert ist, erfährt alles Wissenswerte beim Arbeitskreissprecher. Wir freuen uns über jedes neue Mitglied und auf spannende Diskussionen mit Euch und Ihnen.

Tagungsbände des AK Wirtschaft und Finanzen

Kontakt

Joachim Spangenberg

Arbeitskreissprecher
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Anja Humburg

Stellvertretende Arbeitskreissprecherin
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