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Mehr als ein kleiner Buntspecht – der Mittelspecht

Der Mittelspecht ist zum Überleben auf alte, urwüchsige Laubwälder mit viel Totholz angewiesen.

Mittelspecht; Foto: pum_eva / istock.com Der Mittelspecht liebt Bäume mit grober Rinde.  (pum_eva / istock.com)

Auf den ersten Blick mag er wie ein etwas zu klein geratener Buntspecht aussehen – der Mittelspecht unterscheidet sich rein optisch jedoch nicht nur durch seine etwas geringere Größe, sondern auch durch seine bei beiden Geschlechtern feuerrote Stirn ohne schwarze Abzeichen. Außerdem hat er viel größere Ansprüche an seinen Lebensraum. Er braucht zum Überleben alte, urwüchsige Laubwälder mit viel Totholz.

Besonders ist er auf alte, mächtige Bäume angewiesen, weil er an der rissigen Rinde solcher Bäume genug Halt zum Herumklettern während der Nahrungssuche findet. Die Rinde von Buchen ist beispielsweise erst ab einem Alter von 150 Jahren rissig genug für den Mittelspecht. In diesem Alter werden die meisten Buchen jedoch bereits gefällt. Eichen sind aufgrund ihrer groben Rinde besonders begehrt. Stehendes Totholz und am Boden liegende Äste und Stämme bieten ihm ein reichhaltiges Angebot seiner Lieblingsnahrung: Insekten und andere Gliedertiere. Seine Bruthöhlen zimmert der Mittelspecht gern in Weichholz und tote Bäume oder dicke, abgestorbene Äste. Der Mittelspecht zählt aufgrund seiner Abhängigkeit von solchen Waldstrukturen als Urwaldreliktart.

Naturnahe Wälder mit alten Laubbäumen und viel Totholz sind in modernen Wirtschaftsforsten oft Mangelware, deswegen ist der Mittelspecht in Deutschland selten geworden. Er ist recht standorttreu, auch im Winter, und legt normalerweise keine großen Distanzen zurück. Durch die Vernetzung seiner regionalen Lebensräume und die naturnahe Aufwertung von Wäldern im Projekt "Wildkatzensprung" hilft der BUND dem Mittelspecht.  

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