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Wechselvolle Geschichte: Wie der Mensch den Luchs erst verjagte – und dann wiederentdeckte

Die Beziehung von Luchs und Mensch ist äußerst spannungsreich: Das ursprünglich hier heimische Tier wurde im 19. Jahrhundert systematisch ausgerottet. Seit den 1970er Jahren kehrt er wieder in unsere Wälder zurück – ebenfalls auf menschliche Initiative.

Luchs in der Nacht; Foto: Geslin Laurent Der Luchs wandert lieber bei Nacht ... denn seine größte Bedrohung ist der Mensch.  (Geslin Laurent)

Früher gab es Luchse fast überall in Europa. Auch Deutschland war einmal Luchsland. In nahezu allen unseren Wäldern waren die Tiere unterwegs.

Mit zunehmender Besiedlung durch den Menschen sowie der fortschreitenden Rodung der Wälder war der Luchs im 19. Jahrhundert jedoch aus weiten Teilen West- und Mitteleuropas verschwunden.

Nicht nur der Verlust seines Lebensraums und seiner Beutetiere machte ihm schwer zu schaffen. In der Not wurde er auch zum Viehräuber und daraufhin gnadenlos systematisch gejagt. 1850 wurde der letzte deutsche Luchs in den Alpen getötet und galt seitdem zusammen mit Wolf und Bär als ausgerottet.

Doch seit den 1970er Jahren gibt es dank mehrerer Wiederansiedlungsprojekte wieder eine Handvoll Luchse in unseren Wäldern. Laut Zahlen des Bundesamtes für Naturschutz streifen heute mindestens 77 der scheuen Jäger durch Deutschland – das ist schön, aber es sind noch zu wenige Tiere, um ihr Überleben dauerhaft zu sichern.

Die meisten Luchse leben im Harz und im Bayerischen Wald, sie tauchen aber auch vermehrt in Nordhessen, Thüringen, Sachsen, Baden-Württemberg und Brandenburg auf. Im Pfälzerwald werden seit 2016 Luchse durch Aussetzungen aktiv wieder angesiedelt – auch unter Beteiligung des BUND. Insgesamt sollen dort 20 Luchse aus der Schweiz und Südosteuropa freigelassen werden.

dpa-Infografik: Wildkatze und Luchs in Deutschland

Verbreitungsgebiete von Wildkatze und Luchs in Deutschland (dpa-infografik)

Publikation zum Luchs

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