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Mehr Kostengerechtigkeit durch Lkw-Maut

Die Einführung der Lkw-Maut auf deutschen Autobahnen im Januar 2005 war ein erster Schritt in die richtige Richtung. Schließlich wird damit der Lkw-Verkehr, einer der größten Verursacher von Straßen- und Umweltschäden, zur Kasse gebeten.

Lkw-Maut Lkw-Maut: Achsenzahl und Umweltverträglichkeit des Lkw bestimmen die Höhe der Gebühr.  (gemeinfrei)

14 bis maximal 29 Cent muss ein Lkw ab einem Gesamtgewicht von zwölf Tonnen pro gefahrenem Kilometer bezahlen. Die Gebühren­hö­he orientiert sich neben der Achsenzahl auch an der Umwelt­ver­träglichkeit des Lkw.

Gegenwärtig müssen sich die Mautsätze in Deutschland an den Kosten der Autobahn­in­frastruktur, den sogenannten Wegekosten, orientieren. Obwohl Lkw nur einen geringen Anteil an der gesamten Fahrleistung auf deutschen Autobahnen haben, verursachen sie mit knapp fünf Milliarden Euro fast 45 Prozent der Autobahnwegekosten.

Die Lkw-Maut beteiligt den Straßengüterverkehr aber nicht nur an seinen eigenen Kosten. Sie belohnt auch den Einsatz emissionsarmer Fahrzeuge, denn besonders umweltschädliche Lastwagen zahlen mehr als der Durchschnitt. Obwohl dies zu begrüßen ist, stellt die momentane Regelung nur einen ersten Schritt zu wirklicher Kostengerechtigkeit dar.

In der Summe zahlt der Straßengüterverkehr nämlich keinen Cent für seine tatsächlichen Umweltfolgen, da externe Kosten aufgrund europarechtlicher Hindernisse noch nicht in die Mauthöhenkalkulation einbezogen werden können. Die Folgekosten zahlt also auch weiterhin die Allgemeinheit.

Mautausweitung auf Bundesstraßen

Seit August 2012 wird auf vierspurigen Bundesstraßen ebenfalls die Lkw-Maut erhoben. Damit wurde ein Schritt in Richtung Ausweitung der Maut auf alle Straßen gemacht, wie es der BUND schon seit Einführung der Lkw-Maut fordert. Über die Höhe der zusätzlichen Einnahmen zeigte sich die Bundesregierung überrascht – offensichtlich sind doch mehr Lkw abseits der Autobahnen unterwegs, als in Regierungskreisen angenommen wurde.

Der BUND fordert:

  • Viele Lkw "flüchten" seit Einführung der Maut auf nicht bemautete Straßen. Dort hat der Schwer­ver­kehr vielfach deutlich zugenommen. Um diese Ausweichverkehre zu verhindern, muss die Lkw-Maut langfristig auf alle Straßen ausgeweitet werden!
  • Die Maut muss für alle Lkw ab 3,5 Tonnen Gesamtgewicht gelten!
  • Um wirkliche Kostengerechtigkeit herzustellen, müssen künftig auch die externen Kosten zur Mauthöhenkalkulation herangezogen werden!

Das Klima kippt! Handelt!

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