Hormonelle Schadstoffe sind z.B. während der Stillzeit eine große Gefahr.
(Iuliia Bondarenko
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Pixabay)
Insgesamt gibt es über 30.000 verschiedene Substanzen, die in Körperpflegeprodukten oder Kosmetikartikeln enthalten sein können. Es ist nahezu unmöglich, sich mit all diesen Chemikalien auseinanderzusetzen. Die ToxFox-App konzentriert sich daher auf bestimmte Schadstoffgruppen, die der BUND kritisch sieht. Der BUND ist bemüht, die Liste der bedenklichen Stoffe stetig zu erweitern.
Schadstoffgruppen
Im Moment werden in der ToxFox-App folgende Schadstoffgruppen in Kosmetika bewertet:
- Hormonelle Schadstoffe: Die in der App angezeigten Substanzen stehen auf Endocrine-Disruptor-Listen nationaler Umweltbehörden und werden ergänzt durch Parabene und hormonelle Schadstoffe der SIN-Liste der Organisation ChemSec.
- Nanopartikel: Die Europäische Kommission hat im November 2019 einen Katalog der Nanomaterialien in kosmetischen Mitteln, die in der EU in Verkehr gebracht wurden, herausgegeben, welche die Grundlage für den ToxFox bildet.
- PFAS: Die Ewigkeits-Chemikalien PFAS, auch PFCs oder Fluorcarbone genannt, wurden aus einer Studie zu PFAS in Kosmetik der schwedischen Chemikalienagentur übernommen.
- Mikroplastik oder andere Kunststoffe: Die EU-Kommission hat eine Beschränkung von Mikroplastik in der EU auf den Weg gebracht. In dem Zuge wurde eine Liste von 520 Polymeren in Kosmetik veröffentlicht. Diese wurde im ToxFox durch weitere Polymere ergänzt .Unten auf dieser Seite sind lediglich die Übergruppen genannt. Um die genauen Inhaltsstoffnamen abzugleichen, kann die 520 Polymer-Liste Tabelle 88 (Seite 269 ff.) herangezogen werden.
- Trinkwassergefährdende Schadstoffe (PMT, vPvM): Diese besonders langlebigen (persistenten) und wasserlöslichen (mobilen) Schadstoffe wurden vom Umweltbundesamt identifiziert.
- Weitere Schadstoffe: Weitere kritische Substanzen wie die von der EU-Kommission als besonders besorgniserregende Stoffe (SVHCs) eingestufte Substanzen werden ebenfalls angezeigt.
Für den ToxFox spenden
Unterwegs mit dem Smartphone im Geschäft oder zu Hause – es geht ganz einfach: Barcode scannen, Schadstoffe erkennen. Die ToxFox-App spürt Schadstoffe in Alltagsprodukten auf. Zum Beispiel in Kosmetik, Spielzeug, Möbeln, Teppichen, Sportschuhen, Textilien und elektronischen Geräten. Gemeinsam wollen wir solche Produkte zu Ladenhütern machen. Für Sie entwickeln wir den ToxFox ständig weiter, um noch mehr Schadstoffe aufzuspüren.