"Seaspiracy": Ob das so stimmt?

23. April 2021 | Meere

Die Netflix-Dokumentation "Seaspiracy" zeichnet ein düsteres Bild der globalen Fischindustrie und polarisiert damit die Netzgemeinde. Zeigt der Film die brutale Wahrheit über die Ausbeutung der Meere oder ist er überzogen? Unsere Expertinnen haben den Fakten-Check gemacht.

Die Überfischung der Meere ist das zentrale Thema der Netflix-Doku "Seaspiracy" (Foto: Courtesy of Sea Shepherd)

Literweise strömt das Blut getöteter Wale und Delphine ins Meer. Massenweise werden tote Haie und andere Meerestiere als Beifang zurück ins Meer geworfen.

Schon nach wenigen Minuten des Films wird deutlich: Die Netflix-Dokumentation "Seaspiracy" ist nichts für schwache Nerven. Mit dramatischen Bildern und in eindringlichem Tonfall stürzt der Film von einer üblen Nachricht in die nächste. Überfischung, Mikroplastik, Zerstörung der Meeresböden, Waljagd, Menschenrechtsverletzungen und organisierte Kriminalität – all das nur, um unseren Hunger nach Fisch zu stillen.

Doch es sind nicht nur Bilder, die die Zuschauer*innen hier teils fassungslos zurücklassen. Denn der Film präsentiert eine Menge Zahlen, um das gezeigte Übel statistisch zu untermauern. Bis 2048 könnten unsere Meere leergefischt sein. Das ist so eine Zahl, die die Macher*innen von "Seaspiracy" in den Raum stellen. Doch bei all der Dramatik bleibt am Ende die Frage: Kann das wirklich alles stimmen?

Um eins vorwegzunehmen: Ja, unsere Meere sind in einem katastrophalen Zustand. Doch an einigen Stellen haben es die Macher*innen des Netflix-Films verpasst zu differenzieren. Unsere Meeresschutzexpertinnen haben den Film deshalb genau unter die Lupe genommen und ihn einem Fakten-Check unterzogen.

Hier präsentieren wir Ihnen die Ergebnisse in unserem ausführlichen "Seaspiracy" Fakten-Check (PDF)

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