Große Überraschung im Thüringer Wald: Vermisste Luchsin Vreni taucht mit Jungtier wieder auf

18. Mai 2026 | BUND, Lebensräume, Naturschutz

Große Freude im Artenschutzprojekt „Luchs Thüringen – Europas Luchse vernetzen“: Die im August 2024 ausgewilderte Luchsin Vreni ist wieder aufgetaucht – gemeinsam mit mindestens einem Jungtier.

Links im Bild: hinterherlaufend ein großes Jungtier; Rechts im Bild: Mama Vreni

Zunächst Spur verloren 

Nach ihrer Auswilderung im Thüringer Wald war der Kontakt zu Vreni aufgrund eines technischen Defekts am GPS-Sender frühzeitig abgebrochen. Über ein Jahr gab es kein Lebenszeichen des Tieres. Erst durch neue Aufnahmen von Fotofallen, die im Februar und März dieses Jahres entstanden, konnte Vreni nun anhand ihrer individuellen Fellzeichnung eindeutig identifiziert werden. Ein Schnappschuss zeigt außerdem einen jungen Luchs, der Vreni in kurzem Abstand folgt. 

Vreni blieb und fühlte sich offenbar sofort wohl

Vreni hält sich also immer noch im Thüringer Wald auf. Und nicht nur das: Das Jungtier ist fast ausgewachsen und dürfte im Frühjahr 2025 zur Welt gekommen sein – Nachwuchs bereits im ersten Jahr nach ihrer Auswilderung! Luchse bringen einmal im Jahr, in der Regel im Mai oder Juni meist zwei bis vier Junge zur Welt.

Vreni stammt aus dem Wildnispark Langenberg bei Zürich, wo sie im Frühjahr 2023 geboren wurde. Im April 2024 kam sie in das BUND-Wildkatzendorf Hütscheroda, wo sie gemeinsam mit weiteren Luchsen in einem eigens für die Auswilderung errichteten, naturnahen Gehege auf ihr Leben in der freien Wildbahn vorbereitet wurde. 

Ohne Unterstützung vor Ort nicht möglich

Das Projektteam war durch einer private Wildkamera auf Vrenis Spur gekommen und stellte dann eigene Kameras auf. Großer Dank gilt den Jagdpächtern und Waldbesitzenden in der Region, deren Unterstützung einen entscheidenden Beitrag bei der Suche nach Vreni leistete. Tatkräftige Unterstützung kam außerdem von den zuständigen Thüringenforst-Revierleitern.

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