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Elb-Auen: Ein neues Zuhause für Moorfrosch, Rotbauchunke & Co.

12. Juni 2019 | Flüsse & Gewässer

Gerade erst angelegt, schon besiedelt: Moorfrösche und vermutlich auch Grasfrösche haben in den neuen Tümpeln der "Hohen Garbe" Laich abgelegt, erste Kaulquappen sind geschlüpft. Auch Rotbauchunken wurden in dem Gebiet nachgewiesen.

Während der Balzzeit zeigt sich das Moorfrosch-Männchen in einem auffälligen Blauton.  (Ute Machel)

Der schnelle Erfolg dieser Maßnahmen in Rahmen des Projektes "Lebendige Auen für die Elbe" zeigt, wie groß der Mangel an geeigneten Lebensräumen für diese seltenen und streng geschützten Amphibien-Arten ist – zumal die natürlichen Mulden in dem Auen-Gebiet aufgrund des regenarmen Frühjahrs schnell trockengefallen sind.

Der lange Atem des BUND: Erst im Februar dieses Jahres war es nach vielen Jahren der Vorbereitung, die für Flächenkäufe, Planung und Genehmigungen nötig waren, soweit: Bagger begannen, die Kleingewässer neu anzulegen mit dem Ziel, vor allem für Rotbauchunke und Moorfrosch neue Lebensräume zu schaffen. Dem Moorfrosch nützen diese Maßnahmen besonders, da er auf Biotope angewiesen ist, die das ganze Jahr über nass sind. Diese aber sind sehr selten geworden, da in Deutschland und Mitteleuropa Moore und andere Feuchtgebiete großräumig trockengelegt und kultiviert wurden. Für die Rotbauchunke sind jahreszeitliche Schwankungen des Wasserstandes wichtig, auch diese findet sie nun dank der schrittweisen Revitalisierung der Hohen Garbe vor.

Der BUND hat außerdem z.B. Brutinseln und Steilufer angelegt; in Kürze aktivieren wir alte Flutrinnen und geben der Elbe eine Insel zurück, wie sie an dieser Stelle zuletzt vor 170 Jahren existierte. So soll der alte Auwald der "Hohen Garbe" an der unteren Mittelelbe wieder revitalisiert und dauerhaft erhalten werden. Davon profitieren neben den Amphibien etwa auch Schwarzstorch, Seeadler und Fischotter sowie zahlreiche Insekten.

Gefördert wird das Projekt "Lebendige Auen für die Elbe" vom Bundesamt für Naturschutz im Rahmen des Bundesprogrammes Biologische Vielfalt mit Mitteln des  Bundesumweltministeriums. 

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