Werksgelände des Chemiekonzerns BASF.
(Bild: Uwe Anspach/picture alliance/dpa)
Von dem BASF-Zulieferer Cheniere wird ein LNG-Exportterminal am Golf von Mexiko betrieben. Dabei werden erhebliche Luftverunreinigungen verursacht, die die Gesundheit von Menschen gefährden.
Verstöße sind schon lange bekannt
Im Jahr 2023 ist BASF mit diesem Unternehmen eine Lieferbeziehung über jährlich 800.000 Tonnen LNG eingegangen. Dabei steht Cheniere schon lange wegen Verstößen gegen Luftreinhaltungsvorschriften und der Gesundheitsgefährdung von Anwohner*innen in der Kritik. Passiert ist bislang aber zu wenig. So emittierten Cheniere-Turbinen 2022 krebserregendes Formaldehyd. Nennenswerte Konsequenzen hatte das in den USA jedoch bisher keine: Cheniere wurde lediglich von der Umweltbehörde in Louisiana aufgefordert, die Formaldehydgrenzwerte einzuhalten.
BASF muss auf Zulieferer einwirken
Nach dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz sind Unternehmen wie BASF verpflichtet, menschenrechtliche und umweltbezogene Risiken in ihren weltweiten Lieferketten zu identifizieren und geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um Verstöße zu verhindern. Der BASF-Konzern muss also auf seinen Zulieferer einwirken, um die gesundheitsschädlichen Zustände zu beenden.
Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz muss konsequent umgesetzt werden
Das BUND-Hinweisschreiben ist ein klares Signal an Politik und Aufsichtsbehörden: Nur eine konsequente Umsetzung des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes stellt sicher, dass deutsche Unternehmen Verantwortung für die globalen Folgen ihres Handelns übernehmen.