108.372 Stimmen für unser Wasser

19. September 2018 | Flüsse & Gewässer

In diesem Jahr werden die Weichen gestellt für die Zukunft der Gewässer in Deutschland und Europa. Der BUND fordert von der Bundesumweltministerin eine klare Position und persönlichen Einsatz für den Erhalt des europäischen Wasserschutzgesetzes.

Der BUND übergibt ein verschlossenes Wasserglas mir sauberem Wasser an das Bundesumweltministerium.  (Jörg Farys)

108.372 Stimmen für gutes und gesundes Wasser hat der BUND im Bundesumweltministerium präsentiert. Die Stimmen wurden bei der Online-Protest-Aktion zur laufenden Kampagne "Rette unser Wasser" gesammelt.

Kurz vor der wichtigen Wasserkonferenz der EU-Mitgliedstaaten in Wien (20./21. September) haben BUND-Aktive ein starkes Zeichen für den Erhalt der Wasserrahmenrichtlinie gesetzt.

Bei der Aktion hat der BUND ein großes verschlossenes und verriegeltes Glas mit sauberem Wasser an Jochen Flasbarth, Staatssekretär des Bundesumweltministeriums, übergeben. Die Botschaft: Die Wasserrahmenrichtlinie darf in der derzeit laufenden Überprüfung des Gesetzes nicht angefasst werden. Das Bundesumweltministerium soll sich auf deutscher und vor allem auch auf europäischer Ebene dafür einsetzen, dass das wichtigste Wasserschutzgesetz so stark bleibt, wie es ist.

"Das Schloss am Wasserglas steht symbolisch für die Zusage der Bundesumweltministerin Schulze auf der letzten Umweltministerkonferenz im Juni. Sie sicherte uns zu, dass die Wasserrahmenrichtlinie und ihre Standards nicht aufgemacht werden. Wir erwarten, dass den Worten jetzt Taten folgen und sich die Ministerin mit Blick auf die Wasserkonferenz am 20./21. September klar zum Wasserschutz bekennt", sagte Silvia Bender, Abteilungsleiterin Biodiversität, anlässlich der Unterschriftenübergabe.

Bei der Wasserkonferenz in Wien wollen die EU-Mitgliedstaaten über den Schutz unseres Wassers diskutieren. Es ist zu befürchten, dass einige EU-Staaten den Wasserschutz herabsenken möchten – auch unter dem Druck von Agrarchemie und Industrie.

Würde das Gesetz zum Schutz unseres Wassers abgeschwächt werden oder wichtige Fristen verschoben, wäre dies fatal für unsere Seen und Flüsse: Über 90 Prozent aller Gewässer in Deutschland sind bereits in einem besorgniserregenden Zustand. Beispiele dafür finden sich im aktuellen BUND-Gewässerreport.

Bilder der Unterschriftenübergabe:

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