Olaf Bandt, BUND-Vorsitzender
(Bild: BUND/photografic Berlin)
„Die Verbraucher*innen wünschen sich Klarheit: Woher kommt mein Fleisch? Das Landwirtschaftsministerium hat einfach nicht geliefert, deshalb war eine erneute Verschiebung des Tierhaltungskennzeichnungsgesetzes nun unumgänglich. Der kurz vor knapp vorgelegte Änderungsentwurf war weder überzeugend für den Tier- und Verbraucherschutz noch EU-rechtskonform. Auch die Koalitionsfraktionen haben dies erkannt und sich deshalb auf eine Verschiebung geeinigt. Damit muss nun aber eine deutliche inhaltliche Ausweitung der Kennzeichnung einhergehen, insbesondere der Außer-Haus-Verzehr ist einzubeziehen. Auch für das Downgrading und die Einbeziehung ausländischer Ware sollte eine europarechtskonforme Lösung gefunden werden. Wichtig ist außerdem: das muss jetzt wirklich die letzte Verschiebung sein. Das Bundeslandwirtschaftsministerium muss endlich handeln!“
Hintergrund
Die Koalitionsfraktionen hatten sich bereits in der letzten Woche auf eine umfangreiche Ergänzung des Gesetzes geeinigt. Sie fordern vom BMLEH eine Einbeziehung der Außer-Haus-Verpflegung sowie eine Erweiterung auf den Lebenszyklus der Tiere, mindestens ab der Haltungsform Frischluftstall. Erneut klargestellt wurde, dass die Kennzeichnung in Form eines einfach erkennbaren Logos auf der Vorderseite der Produkte erscheinen muss. Nach dem vor einigen Wochen durchgesickerten Gesetzentwurf, sollte es kaum leserlich an einer beliebigen Stelle auf dem Produkt deklariert werden. Auch für die Einbeziehung ausländischer Ware und das Downgrading sollen Lösungen gefunden werden.
Mehr Informationen:
Kontakt:
- Patrick Müller, BUND-Experte für Agrarpolitik,
Tel.: +49 30-27586473, patrick.mueller(at)bund.net - BUND-Pressestelle: Sigrid Wolff | Daniel Jahn | Clara Billen | Lara Dalbudak
Tel.: +49 30 27586-497 | -531 | -109 | -425
presse(at)bund.net
Zum Pressebereich