Tina Löffelsend, Abteilungsleiterin Klimaschutz beim BUND
(Foto: Sebastian Hennigs)
„Mit dem Monitoring leitet Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) eine neue Phase der Verunsicherung für die Energiewende ein. Dabei wäre es gerade jetzt wichtig, Kurs zu halten beim Erneuerbaren-Ausbau, um Strompreise zu senken und die verschleppte Elektrifizierung in Industrie, Verkehr und Gebäuden voranzubringen. Die Voraussetzung dafür ist günstiger, erneuerbarer Strom. Außerdem braucht es eine Flexibilisierung des Energiesystems, um Kosten zu sparen und Klimaziele zu erreichen. Frau Reiche muss eine umfassende Flexibilitätsagenda vorlegen. Das würde dann auch einen guten Teil der von ihr geplanten neuen Kraftwerke verzichtbar machen.
Stattdessen setzt sie auf klimafeindliche Gaskraftwerke und teure, riskante Technologien wie CCS selbst an Kraftwerken. ,Wasserstoff-ready’ ist bei Reiche ein Etikett ohne Inhalt. So droht selbst der Stromsektor vom Klimakurs abzukommen. Das Festhalten am Erneuerbaren-Ausbauziel von 80 Prozent wird bei Reiche zur Kosmetik. Die geplante Reduktion der Strombedarfsprognose für 2030 würde die tatsächlichen Ausbaupfade nach unten korrigieren. Das gefährdet sowohl die Klimaschutzziele als auch günstige Strompreise.“
Mehr Informationen:
- Kurzanalyse: Kein zurück beim EE-Ausbau
- BUND zu Erneuerbaren Energien: Erneuerbare Energien umweltverträglich ausbauen
- BUND zur Energiewende: Energiewende: Mit erneuerbaren Energien Deutschland verändern
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