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Nationalpark Kellerwald-Edersee ist Fahrtziel Natur

18. April 2018 | Mobilität

Gemeinsam mit BUND, NABU, VCD und der Deutschen Bahn würdigt Umweltministerin Priska Hinz die Aufnahme des Nationalparks Kellerwald-Edersee in die Kooperation Fahrtziel Natur:

"Die Aufnahme des Nationalparks Kellerwald-Edersee in die Kooperation Fahrtziel Natur ist ein wunderbares Beispiel für die Entwicklung des ländlichen Raumes, bei der in vorbildlicher Weise ökologische und ökonomische Potenziale miteinander verbunden werden", sagte Staatsministerin Priska Hinz heute in Frankenau. Fahrtziel Natur ist eine Kooperation der drei großen Umweltverbände BUND, Nabu, VCD und der Deutschen Bahn, mit dem Ziel Nationalparke, Biosphärenreservate und Naturparke als attraktive Reiseziele bekannter zu machen. Der Nationalpark Kellerwald-Edersee wurde als 23. Fahrtziel Natur und gleichzeitig erstes hessisches Schutzgebiet in die Kooperation aufgenommen.

Dr. Klaus Vornhusen, Konzernbevollmächtigter für das Land Hessen Deutsche Bahn, erinnerte an die Reaktivierung der Kurhessenbahn-Strecke Frankenberg (Eder) - Korbach Süd im September 2015. "Mit der Reaktivierung der Bahnstrecke Frankenberg - Korbach hat die hessische Landesregierung ein deutliches Zeichen gesetzt: Der Schienenverkehr ist ein Kernelement eines ÖPNV-Konzepts für Einheimische und Gäste zugunsten klimafreundlicher Mobilität.", so Dr. Vornhusen. Neben der Ausweisung des Schutzgebietes im Jahr 2004 waren das die wichtigsten Voraussetzungen, um eine Entwicklung zum Fahrtziel Natur-Gebiet vornehmen zu können.

Ralf Schulte, Fachbereichsleiter Naturschutz des Nabu, betonte, dass der Naturschutz und der Erhalt der biologischen Vielfalt ein wichtiges Ziel der Kooperation Fahrtziel Natur seien. "Die Hainsimsen-Buchenwälder, Urwaldreste und Unzerschnittenheit zeichnen diese ruhige Waldlandschaft mit ihren typischen Vogel- und Fledermauslebensgemeinschaften aus und machen den Nationalpark Kellerwald-Edersee zu einem ganz besonderen Ort".

"Dem Nordhessischen Verkehrsverbundes (NVV) und der Energie Waldeck-Frankenberg GmbH (ewf) ist es im Zusammenwirken mit der Trägergruppe innerhalb des Anerkennungszeitraums gelungen, ein klimafreundliches Verkehrskonzept aufzustellen und umzusetzen. Entstanden ist ein attraktives Angebot für eine umweltfreundliche Mobilität in der Region. Das Angebot wird dazu beitragen, dass immer mehr Gäste auf den motorisierten Individualverkehr verzichten können, auf die Bahn umsteigen und so einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten", sagt Jörg Nitsch, stellvertretender BUND-Vorsitzender, zum aktuellen Sachstand. "Es ist schon festzustellen, dass durch die Reaktivierung der Strecke Korbach - Frankenberg die Fahrgastzahlen auf der gesamten Strecke zwischen Marburg und Brilon gestiegen sind", ergänzt Dr. Kubat, Landrat im Landkreis Waldeck-Frankenberg. "Auf dieser Strecke sind insbesondere an Samstagen sowie Sonn- und Feiertagen viele Touristen unterwegs und man kann sicherlich davon ausgehen, dass mit den Zügen auch verstärkt Gäste in den Nationalpark und an den Edersee unterwegs sind", so Dr. Kubat.

Gemeinsam mit Vertretern der Kooperation würdigte die Ministerin das Wirken der regionalen Trägergruppe von Fahrtziel Natur, Darunter Jutta Seuring, Projektkoordinatorin für das Fahrtziel Natur beim Nationalparkamt Kellerwald-Edersee.

Das Bemühen um umweltfreundliche Mobilität und das Engagement für nachhaltige Tourismusentwicklung liegt im Interesse der Landesregierung und spiegelt sich auch in den regionalen Strategien zur Umsetzung des Leitbildes der LEADER-Region Kellerwald-Edersee wider. Seit 2002 steht die Profilierung der Region als touristisches Ziel und der Schutz des Naturraums im Mittelpunkt des touristischen Handlungsfeldes. In den letzten 15 Jahren wurden Landtourismusinvestitionen in Höhe von 5 Millionen Euro getätigt. So konnte eine Stelle für eine Projektkoordinatorin zur Begleitung des Aufnahmeprozesses in die Kooperation geschaffen werden und die Gastronomie und Hotels vor Ort unterstütz werden.

Für die Inbetriebnahme der Kellerwaldbahn, dem Ausbau des Bahnhofs Frankenberg und der Schaffung von Parkplätzen und Bushaltestellen an den Haltepunkten hat die Landesregierung ca. 25 Millionen Euro bereitgestellt. Die verschiedenen Investitionen und Maßnahmen zeigen Erfolg. Der Landkreis Waldeck-Frankenberg ist mit 3,32 Millionen Übernachtungen Spitzenreiter der ländlichen Kreise in Hessen.

"Die Aufnahme in die Kooperation ist ein wichtiger Meilenstein. Ich bin mir sicher, dass mit der GästeCard nun noch mehr Gäste und Einheimische von den Vorteilen des Reisens mit Verkehrsmitteln des Umweltverbundes überzeugt werden und damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisteten", sagte Ministerin Hinz abschließend.

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