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Kommentar: BUND lehnt Import von Fracking-Gas ab

02. Mai 2019

Anlässlich des Minister*innentreffens beim heutigen Energieforum des EU-USA-Energierats zur Ausweitung der Importe von US-amerikanischem Flüssiggas (LNG) kommentiert Ernst-Christoph Stolper, stellvertretender Vorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND):

 (Jörg Farys / BUND)

"In Zeiten der Klimakrise groß angelegte Importe von natur- und klimaschädlichem Fracking-Gas in die Wege zu leiten, ist ein Skandal. Anstatt das Paris-Abkommen umzusetzen, machen die Energieminister*innen der EU lieber schmutzige Deals mit Trump und der fossilen Energieindustrie.

Aus Angst vor Strafzöllen auf den Export von Autos in die USA wirft die Bundesregierung den Klimaschutz über Bord. Anstatt auf dreckige Energien wie Fracking-Gas zu setzen, muss die Bundesregierung den Ausbau der erneuerbaren Energien endlich wieder in den Mittelpunkt ihrer Politik stellen. Deshalb ist der BUND gegen den Bau neuer Terminals für US-amerikanisches Fracking-Gas in Deutschland."

Hintergrund

Der Großteil des verflüssigten Gases, welches aus den USA importiert würde, wird dort mit der Fracking-Methode gefördert. Der Fracking-Gasboom in den USA hat im großen Umfang negative Auswirkungen auf die Umwelt und die Gesundheit der lokalen Gemeinschaften und ist mit hohen klimaschädlichen Emissionen verbunden. Tausende Fälle von Grundwasser-, Luft- und Flussverschmutzungen in Folge von Fracking wurden in den letzten zehn Jahren dokumentiert. Die Betroffenen vor Ort sind hochgefährlichen Schadstoffen ausgesetzt. US-amerikanisches Fracking-Gas hat außerdem eine ähnlich schlechte Klimabilanz wie Kohle. Durch Leckagen bei der Gewinnung und dem Transport des Gases entstehen hohe Mengen von extrem klimaschädlichem Methan.

Das B2B Energieforum im Rahmen des EU-USA-Energierates ist ein Treffen auf Minister*innenebene, das politische Entscheidungsträger*innen aus den USA und Europa mit Unternehmen des Flüssiggassektors zusammenzubringt. Auf diese Weise sollen die Importe US-amerikanischen Flüssiggases in die EU ausgeweitet werden. Das schließt nach eigenen Angaben Infrastruktur für Upstream-Entwicklung, Verflüssigung, Vergasung und Pipeline-Verteilung ein.

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