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Keine Kompromisse beim staatlichen Tierwohllabel: Kennzeichnung muss verbindlich werden

05. Juli 2018 | Massentierhaltung, Landwirtschaft

Berlin. Verbraucher, die Fleisch kaufen möchten, wollen zunehmend wissen, wie die Tiere gehalten wurden. Doch damit sie das erkennen können, ist eine verbindliche staatliche Haltungskennzeichnung notwendig. Vorschläge des Bundeslandwirtschaftsministeriums für ein freiwilliges Tierwohllabel sind bisher nicht ausreichend.

Ein breites Bündnis aus Tier-, Umwelt- und Verbraucherschutzverbänden um den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat eine gemeinsame Position veröffentlicht und fordert eine verpflichtende Kennzeichnung sowie stärkere Tierhaltungskriterien in der Einstiegsstufe. Nur eine gesetzlich verpflichtende Haltungskennzeichnung, die für alle tierischen Produkte gilt, schafft echte Verbrauchertransparenz und kann in der Breite wirken.

"Eine Kennzeichnung muss auch tatsächlich mehr Tierwohl enthalten", sagt Katrin Wenz, Landwirtschaftsexpertin des BUND. "Starke Kriterien, die deutlich über dem gesetzlichen Standard liegen, sind bereits für die Einstiegsstufe notwendig." Vor allem der Ringelschwanz, der als ein wichtiger Indikator für das Wohlergehen und die Tiergesundheit eines Schweines gilt, darf nicht weiterhin abgeschnitten werden. Laut Tierschutzgesetzt ist das ohnehin verboten. Katrin Wenz fordert: "Flächendeckende Ausnahmeregelungen müssen ein Ende haben."

Unterzeichner der gemeinsamen Position sind neben dem BUND die Organisationen Albert-Schweitzer-Stiftung für unsere Mitwelt, Bund gegen Missbrauch der Tiere, Bundesverband Tierschutz, Deutscher Naturschutzring (DNR), Germanwatch, Greenpeace, Provieh und Vier Pfoten – Stiftung für Tierschutz.

Die Organisationen haben einen gemeinsamen Kriterienkatalog für die Mindestanforderungen innerhalb der Schweinehaltung für die Einstiegsstufe des staatlichen Tierwohlkennzeichens entwickelt.

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