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"Dürregipfel": BUND fordert mehr Klimaschutz und Unterstützung für betroffene landwirtschaftliche Betriebe

31. Juli 2018 | Landwirtschaft, Massentierhaltung, Klimawandel

Berlin: Verdorrte Felder und vertrocknetes Grünland sind die sichtbarsten Folgen der aktuellen Hitzewelle. Landwirtschaftliche Betriebe, die besonders stark von den Auswirkungen der Dürre betroffen sind, brauchen nach Auffassung des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) dringend Hilfszahlungen. "Die Trockenheit ist in Deutschland dramatisch", sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger. "Pauschale Zahlungen für Landwirte sind aber keine Lösung, weil nicht alle Regionen gleichermaßen betroffen sind. Manche Regionen sind weniger trocken, deshalb muss genau geschaut werden, welche Betriebe zu Schaden gekommen sind und wo Geld nötig ist", sagte Weiger.

Angesichts der bereits stark fortgeschrittenen Klimaerhitzung rechnet der BUND auch in den kommenden Jahren mit weiteren Hitzewellen und anderen Wetterextremen. "Es ist die Aufgabe der Bundesregierung, das Ausmaß der Klimakrise durch drastische Emissionsreduktionen in den Bereichen Energie, Verkehr und Landwirtschaft zu reduzieren. Nur mit schnellen und effektiven politischen Maßnahmen können die volkswirtschaftlichen Schäden und die Folgen der Erderhitzung für Ökosysteme begrenzt werden", sagte Weiger. "Klimafreundlichere Landwirtschaft ist möglich, zum Beispiel im Ökolandbau.  Verändern muss sich auch die industrielle Fleischproduktion, die ganz wesentlich zur Klimakrise beiträgt. Vor allem die Tierbestände müssen reduziert werden", so der BUND-Vorsitzende.

Auch auf europäischer Ebene müsse gehandelt werden. Der BUND fordert anlässlich der Reform der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik (GAP) im Jahr 2020 stärkere Vorgaben zur klimaschonenderen Tierhaltung und Landwirtschaft, unter anderem eine Ausweitung des Ökolandbaus. Auch müssten Grünland mit einer hohen Biodiversität und ökologische Vorrangflächen stärker geschützt und gefördert werden, weil durch einen Umbruch große Mengen des klimarelevanten Gases CO2 freigesetzt würden, so der BUND.

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