BUND zur Düngegesetz-Novelle: Erheblicher Rückschritt für Umwelt- und Gewässerschutz

08. September 2026 | Flüsse & Gewässer, Landwirtschaft

Die heute stattfindende öffentliche Anhörung im Agrarausschuss des Bundestages zum Entwurf des Düngegesetzes kommentiert Olaf Bandt, Vorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND):

„Anstatt nur die Belastung der Gewässer zu messen, muss die Düngegesetz-Novelle endlich an die Ursache gehen: eine verpflichtende einzelbetriebliche Bilanzierung aller relevanten Nährstoffe. Nur damit lässt sich steuern, wo wie viel gedüngt wird – und verhindern, dass Nitrat und andere überschüssige Nährstoffe das Grundwasser verschmutzen.

Ein reines Monitoring, wie jetzt in der Novelle geplant, wird wenig bringen und ist nicht verursachergerecht. Damit werden Verschmutzungen des Wassers dokumentiert, anstatt sie zu vermeiden. An eine echte Bilanzierung ließen sich zudem auch gezielt Anreize knüpfen, etwa Bonus-Malus-Systeme für besonders gewässerschonende Betriebe.“
 

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