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Weihnachtsgans: Artgerecht, regional und am besten bio

22. Dezember 2017 | Massentierhaltung

Weihnachtliches Festmahl: am besten artgerecht und regional – oder vegetarisch.  (KlausHausmann / pixabay.com)

Wenn zum Weihnachtsfest die Familie zusammen kommt, wird zumeist fürstlich aufgetischt – und viele verbinden das Festmahl mit einer knusprigen Weihnachtsgans. Schaut man aber genauer hin, so kann einem der Appetit schnell vergehen.

Die meisten Gänse haben in ihrem Leben nie eine Wiese gesehen, sie werden eingesperrt und innerhalb einer schnellen Mast von rund zwei bis vier Monaten zur Schlachtreife gebracht. Dabei werden sie meist mit energiereichem, importiertem, auch gentechnisch verändertem Eiweißfutter gemästet. Artgerechter wäre es jedoch, die Gans auf der Weide zu halten, dort würde sie sich allein von Gras ernähren.

Umso wichtiger ist es, auf eine möglichst tier- und umweltfreundliche Herkunft des Geflügelfleischs zu achten, das auf den Teller kommt. Denn wenn die Nachfrage nach umwelt- und tiergerecht hergestellten Produkten steigt, dann wird auch der Druck auf Unternehmen und Politiker größer, die Tierhaltungsbedingungen in Deutschland zu verbessern.

Damit Verbraucherinnen und Verbraucher besser als bisher erkennen können, aus welcher Tier­hal­tungsform das Fleisch stammt, fordern wir die Einführung einer verpflichtenden staatlichen Haltungskennzeichnung. Dann könnte beim Fleisch genauso schnell wie heute schon bei den Eiern erkannt werden, wie die Tiere gehalten wurden. Ob sie im Stall auf einem Spaltenboden dahin­vegetieren mussten oder die Sonne auf der Weide genießen durften.

Bio-Weihnachtsgans

Wenn Sie eine Weihnachtsgans kaufen wollen, sollten Sie auf artgerechte Tierhaltung mit viel Bewegung und eine gesunde, ausgewogene, sprich artgerechte Fütterung achten. Beispielsweise eine Gans mit Biosiegel oder vom Neuland-Hof.Bei beiden Labels können Sie sicher sein, dass die Gänse nur im Notfall Medikamente wie Antibiotika verabreicht bekommen. Auch gentechnisch verändertes Futter ist hier verboten und Auslauf für die Tiere ist garantiert.

Denken Sie rechtzeitig daran, Gänsebraten für die Weihnachtszeit vorzubestellen, denn kurzfristig kann es schwierig sein, Tiere aus artgerechterer Haltung zu bekommen.

Alternativ können Sie es auch mit einem leckeren vegetarischen Gericht versuchen. Nutzen Sie dazu regionale, saisonale und ökologisch erzeugte Produkte und unterstützen Sie so die Landwirtschaft vor Ort.

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