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Warum engagiert sich der BUND bei Neuland?

Der BUND steht für die Agrarwende. 100 Prozent Ökolandbau ist das Ziel. "Warum unterstützt ihr dann Neuland? Das ist doch nicht Bio!" wird der BUND oft gefragt. Eine Erklärung:

Neuland-Logo

Der BUND gehörte 1988 gemeinsam mit dem Deutschen Tierschutzbund, der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, der Verbraucherinitiative und dem Bundes­kongress-Agrarkoordination zu den Gründern des Neuland-Vereins für tiergerechte und umweltschonende Nutztierhaltung e.V..

Damals wie heute ging es dem BUND und Neuland darum, Alternativen für die landwirtschaftliche Nutz­tier­haltung zu zeigen, die den Tier- und auch Umweltschutz, die Belange von Verbraucher*innen und dem globalen Süden berücksichtigen sowie faire Preise für die Bauern und Bäuerinnen ermöglichen.

Die damalige Leistung von Neuland bestand darin, die Vorstellung der Trägerverbände, wie eine besonders tiergerechte Haltung aussehen kann, in Richtlinien zu formulieren. Das hatte auch positive Auswirkungen auf die Tierhaltung im ökologischen Landbau. Der BUND verstand Neuland damals wie heute als ein Zwischenschritt für bäuerliche Betriebe, die aus den Wachstumszwängen ausbrechen wollen, auf dem Weg in Richtung ökologischer Landbau.

Mit gutem Gewissen genießen

Neuland zeigt modellhaft, wie neben der Praxis einer besonders tiergerechten Haltung auch kleine, regionale Vermarktungsstrukturen funktionieren können. Wichtige Aspekte sind dabei:

  • betriebliche Obergrenzen für die einzelnen Tierarten,
  • Auslauf ins Freie,
  • alle Tiere liegen auf Stroh,
  • sie bekommen nur einheimische, gentechnisch nicht veränderte Futtermittel und
  • haben im Stall viel Tageslicht.

Im Jahr 2015 wurde auf Vorschlag des BUND ein Anwendungsverbot von Glyphosat im Ackerland und auf Grünland bei Neuland-Betrieben beschlossen. Durch betriebs­individuelle Umstellungspläne wird dieser Beschluss in den nächsten Jahren umgesetzt.

Seit Februar 2016 ist der BUND-Bundesvorsitzende Hubert Weiger gleichzeitig auch Vorstands­vor­sitzender des Neuland e.V.

Der Schatzmeister des BUND, Andreas Faensen-Thiebes, kümmert sich als stellver­tretendes Vorstandsmitglied auch bei Neuland um die Finanzen. Jochen Dettmer, der agrarpolitische Sprecher des BUND, ist als geschäftsführendes Vorstandsmitglied Vorstandssprecher des Neuland e.V. Die Bundes­ge­schäftsstelle von NEULAND e.V. befindet sich seit Herbst 2015 in der Bundesgeschäftsstelle des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND), am Köllnischen Park 1 in 10179 Berlin.

Für den BUND ist Neuland ein wichtiges Projekt der Agrarwende in Deutschland.

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