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Grünes Band am Ostseestrand

17. Oktober 2016 | Grünes Band

Kap Arkona  (Jörg Schmiedel)

Vom Sperrgebiet zur Urlaubsregion

Die Ostseeküste zählt heute zu den beliebtesten Urlaubsregionen in Deutschland. Doch das war nicht immer so. Zur Zeit des Eisernen Vorhangs war diese Küste eine der bestbewachten der Welt. Ein Strandleben gab es nur an einigen ausgewählten Abschnitten. Große Teile der Region waren damals Sperrgebiet und für Normalbürger nicht zugänglich. In dieser Zeit entwickelte sich ein Band naturnaher, vom Menschen kaum berührter Landschaften.

Hotspot der Artenvielfalt

Im Unterschied zu anderen Abschnitten des Grünen Bandes, sind es an der Ostsee nicht nur Landlebensräume, die das (Unterwasser-)Bild der Region prägen. Meereslebensräume wie unterseeische Riffe, Tangwälder, Seegraswiesen, Sandbänke, Salzgrasländer und Dünen bedeckten einen Großteil der Fläche und bieten vielen Tieren und Pflanzen eine Heimat. In der Ostsee tummelt sich ein Großteil der akut bedrohten Schweinswale und Schwärme von vielen zehntausend Meeresenten sammeln sich in der kalten Jahreszeit für die Überwinterung. Sie nutzen die Nahrung der reichen Unterwasser­biotope. Der Spülsaum am Strand gibt mit seinen Muscheln, Seegrashalmen und winzigen Meerestieren einen kleinen Einblick in die Vielfalt der Lebensräume unter Wasser.

An Land jagen Adler, Störche kreisen und viele tausend Kraniche rasten in Meeresnähe. Für Zugvögel ist das Grüne Band am Ostseestrand eine wichtige Wanderroute und ein unverzichtbarer Trittstein.

Bedrohung eines Naturparadieses

Doch genau wie in anderen Abschnitten, ist das Grüne Band auch in Mecklenburg in Gefahr. Vor allem wasserseitig lastet ein starker Nutzungsdruck auf der Region. Die Küstenmeere werden mit großer Vehemenz und erheblichem technischen Einsatz ausgebeutet. Die schweren Schäden des Ökosystems bleiben oft lange unentdeckt. Irgendwann später wird erst deutlich, dass die Fischbestände zusammenbrechen, tote Schweinswale am Strand angespült werden oder veralgte Badestrände keine Lust aufs Baden machen.

Der BUND setzt sich dafür ein, dass dieser wertvolle Teile des Grünen Bandes vollständig unter Schutz gestellt wird. Aber genauso wichtig ist die Umsetzung der Schutzvorschriften und Schutzziele in den bereits rechtlich geschützten Gebieten.

Natur erleben

Viele der Naturgebiete sind inzwischen durch Wander- und Radwege erschlossen. Beobachtungsplattformen, Informationsausstellungen und Wegweiser im Gelände sorgen dafür, dass Sie diese Naturwunder erleben können.

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