Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.

Grillkohle: bitte nur frei von Raubbau und Tropenholz!

09. November 2016 | Wälder, Klimawandel, Ressourcen & Technik, Naturschutz, Nachhaltigkeit

Ökologisch Grillen ist gar nicht so schwer: Achten Sie auf vertrauenswürdige Siegel oder benutzen Sie umweltfreundliche Altvernativen.  (Wil Stewart / unsplash.com)

Sommerzeit ist Grillzeit. Ob im Garten, im Park oder auf dem Balkon, ob Fleisch, Gemüse, Käse oder Tofu – gemeinsames Grillen gehört zu den Hauptvergnügungen lauer Sommertage.

Bei der Auswahl der Grillkohle lohnt es genau hinzuschauen. Denn noch immer werden tropische und subtropische Wälder für das Geschäft mit der Holzkohle gerodet. So importiert Deutschland Jahr für Jahr riesige Mengen Holzkohle aus aller Welt – 2015 rund 230.000 Tonnen!

Die meiste Kohle kommt aus Polen (74.000 Tonnen), gefolgt von Paraguay (34.000 Tonnen) und Nigeria (32.000Tonnent). Über ein Viertel unserer Holzkohle beziehen wir aus Südamerika, Afrika und Asien. Die deutschen Anbieter packen die importierte Holzkohle nur ab. Einzig die Firma proFagus stellt Holzkohle aus heimischer Buche selbst her.

Angaben wie "Kein Tropenholz" oft Augenwischerei

Vorsicht, wenn die Herkunft des Holzes auf der Verpackung nicht genau angegeben ist: Sehr wahrscheinlich steckt dann Tropenholz drin, selbst wenn "kein Tropenholz" auf der Verpackung steht. Auch Hinweise wie "aus bewirtschafteten Forstbeständen" oder "Naturprodukt" sind ohne vertrauenswürdiges Siegel meist Augenwischerei.

Kaufen Sie Grillkohle nur aus europäischen Laubwäldern , am besten aus Buche und mit dem FSC- oder Naturlandsiegel zertifiziert. Als ökologische Alternative zur Holzkohle eignen sich zum Grillen auch einige Abfallprodukte aus der Landwirtschaft: Olivenkerne und Weinreben (besser, weil aus Europa) oder Kokosnussschalen. Sie finden diese Brennstoffe vor allem in Biomärkten oder online.

P. S. Ein wichtiges Merkmal für gute Kohle ist auch das DIN-Prüfzeichen. Es garantiert, dass der Brennstoff kein Pech, Erdöl oder Koks und keine Kunststoffe enthält.

Zur Übersicht

BUND-Newsletter abonnieren!

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich zur Kenntnis genommen.

BUND-Bestellkorb