Schadstoffe in Plastik

Die meisten synthetischen Kunststoffe bestehen aus Erdöl als Ausgangsstoff. Um dem Material die gewünschten Eigenschaften zu geben, werden diverse Zusatzstoffe wie Weichmacher, Stabilisatoren, Flammschutzmittel oder Füllstoffe beigemischt. Diese Stoffe sind im Plastik meist nicht fest gebunden und können mit der Zeit an die Umwelt abgegeben werden. Sie gelangen dann in Lebensmittel, den Hausstaub, die Atemluft und damit auch in den menschlichen Körper.

Einige dieser Zusatzstoffe sind gesundheitsschädlich. Gut zu wissen, mit welchem Kunststoff man es zu tun hat! Dazu kann man sich an den Recyclingcodes orientieren, mit denen Plastikprodukte häufig gekennzeichnet sind.

Polypropylen (PP)

  • Produkte: Plastiktüten, Lebensmittelverpackungen, medizinische Geräte, Sitzbezüge uvm.

Polyethylen (PE)

  • Produkte: Getränkekästen, Plastikflaschen, Küchengeschirr, Plastiktüten, Folien, Plastiktuben uvm.

Polyethylen (PE)

  • Produkte: Getränkekästen, Plastikflaschen, Küchengeschirr, Plastiktüten, Folien, Plastiktuben uvm.

Polyvinylchlorid (PVC) – unbedingt meiden!

  • Produkte Hart-PVC: Abflussrohre, Fensterprofile, uvm.
  • Produkte Weich-PVC: Bodenbeläge, Kinderspielzeug, Schläuche, Kunstleder, Vinyl-Tapeten, Dachbahnen, Schwimmreifen, Dichtungen uvm.
  • Probleme: PVC verursacht von der Produktion bis zur Entsorgung gravierende Gesundheits- und Umweltprobleme. So gibt Weich-PVC gesundheitsschädliche Weichmacher ab. Das Recycling ist durch die Vielzahl der Zusatzstoffe problematisch, bei der Verbrennung können giftige Dioxine entstehen.

Polystyrol (PS)

  • Produkte: Styropor, Joghurtbecher, Isolierung elektrischer Kabel, Schaltergehäuse, Verpackungsfolien uvm.
  • Probleme: Recycling ist schwierig und Verbrennung problematisch. 

Polyurethan (PU)

  • Produkte: Textilfaser Elastan, Polyurethanschaumstoff (Matratzen, Autositze, Sitzmöbel, Küchenschwämme, Dämmstoffe, uvm.)
  • Probleme: Recycling ist schwierig und Verbrennung sehr problematisch – Dioxin-Entstehung! 

Polyethylenterephthalat (PET)

  • Produkte: Polyesterfasern, Getränkeflaschen, Verpackungen für Kosmetika und Lebensmittel uvm.
  • Probleme: PET gibt mit der Zeit gesundheitsschädigendes Acetaldehyd und Antimontrioxid in die Flüssigkeit ab. Zudem haben Forscher der Universität Frankfurt am Main entdeckt, dass aus PET-Flaschen hormonell wirksame Stoffe ins Wasser übergehen können.

Unter "Other" fällt auch der Kunststoff Polycarbonat (PC) – diesen unbedingt meiden!

  • Produkte: Mikrowellengeschirr, CD-Hüllen, Trinkflaschen etc.
  • Probleme: Aus Polycarbonat wird die hormonell wirksame Substanz Bisphenol A (BPA) freigesetzt. BPA wird mit Störungen der Sexual- und Gehirnentwicklung in Zusammenhang gebracht.

So setzen Sie sich gegen Schadstoffe ein

Auch Sie können sich für einen giftfreien Alltag starkmachen – mit Ihrer Spende. Beispiele, wie Ihrer Spende hilft:

  • Mit 35 Euro finanzieren Sie unsere Produkttests sowie unabhängige Studien zur Chemieindustrie und Rechtsgutachten.
  • Mit 50 Euro unterstützen Sie uns dabei, unsere ToxFox-App weiterzuentwickeln, um noch mehr Menschen über Schadstoffe aufzuklären und sie vor ihnen zu schützen.
  • Mit 75 Euro stärken Sie uns, Druck auf die Politik und Wirtschaft auszuüben, um sie z. B. von einem PFAS-Verbot oder dem Umbau der Chemieindustrie zu überzeugen.

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Plastik – weniger ist Meer

Unsere Strände: ein unerschöpflicher Fundus für Plastikkunst, Foto: BUND / Oliver Hoffmann  (Oliver Hoffmann / BUND)

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