Rote Liste 2020: Bedrohung des Gartenschläfers erstmals bestätigt – Wildkatze als Hoffnungsträger

13. Oktober 2020 | Wildkatze, Lebensräume, Naturschutz

Die BUND-Naturschutzprojekte "Spurensuche Gartenschläfer" und "Rettungsnetz Wildkatze" hinterlassen Spuren in der neuen Roten Liste für Deutschland: Erstmals konnte der Gefährdung des Gartenschläfers eingeschätzt werden – die Entwicklung der Europäischen Wildkatze in Deutschland gibt Grund zur Hoffnung.

Oft gut getarnt – und mittlerweile auch offiziell stark gefährdet: der Gartenschläfer.  (Torsten Pröhl / www.fokus-natur.de)

Der Gartenschläfer, ein kleiner Verwandter des Siebenschläfers, gilt erstmals offiziell laut Roter Liste der bedrohten Tierarten 2020 als "stark gefährdet". Bislang wurde er in der Kategorie "Gefährdung unbekannten Ausmaßes" aufgeführt.

Auch, wenn die Bedrohung der kleinen Schlafmaus wenig Grund zur Freude bietet, ist dies ein Schritt in die richtige Richtung: Denn durch die Einstufung in der Roten Liste ist es zukünftig leichter möglich, Schutzprojekte durchzusetzen.

Dies ist auch ein Ergebnis des breiten Engagements von BUND, Justus-Liebig-Universität Gießen, Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung und vielen hundert ehrenamtlichen Bürgerwissenschaftler*innen im Projekt "Spurensuche Gartenschläfer". Gemeinsam konnten sie feststellen, wo der Gartenschläfer überhaupt noch lebt und wie groß seine Gefährdung aktuell ist. Nun kann man die Entwicklung der Bestände besser beobachten, bewerten und Schutzkonzepte zu entwickeln. 

Die Wildkatze als Hoffnungsträgerin

Doch die Rote Liste enthält auch gute Neuigkeiten, darunter zur Europäischen Wildkatze. Sie profitiert von Naturschutzmaßnahmen wie dem "Rettungsnetz Wildkatze" des BUND und weist eine positive Entwicklung auf.

Auch wenn die Wildkatze vorerst weiter in der Kategorie "gefährdet" aufgeführt wird, gilt die Entwicklung ihrer Bestände als Positivbeispiel. Der BUND ist seit über 15 Jahren mit seinem "Rettungsnetz Wildkatze" für die Europäische Wildkatze aktiv. 

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