Aufruf zum Klimastreik
Wenige Tage bevor sich die Regierungen dieser Welt in Madrid zur Weltklimakonferenz treffen, tragen wir unseren Protest auf die Straße. Nur eine Woche später entscheidet sich der Fortbestand der Großen Koalition auch am Klimaschutz, denn dann trifft sich die SPD zur Halbzeitbilanz der Regierung.
Die Bundesregierung begründet ihr klimapolitisches Versagen damit, den Menschen keinen konsequenten Klimaschutz zumuten zu können. Billige Ausreden für schwache Maßnahmen lassen wir nicht gelten: Klimaschutz und Sozialpolitik dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Klimaaktivist*innen, Umwelt-, Entwicklungs-, Sozial- und Wohlfahrtsverbände schließen sich deshalb zusammen. Wir zeigen: Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit gehören unteilbar zusammen. Menschen im Globalen Süden sowie zukünftige Generationen müssen eine klimagerechte Zukunft haben! Eine sozial-ökologische Wende ist eine riesige Chance für eine gerechtere Gesellschaft – hier und weltweit! Am 29. November gehen wir dafür auf den Straßen! Gemeinsam protestierten wir für Klimaschutz jetzt und für alle – es reicht!
Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit gehören zusammen. Deshalb fordern wir von Bundesregierung und Bundestag:
Viel mehr Gebäude müssen saniert werden, die Wärmeversorgung von Neubauten muss zu 100 Prozent erneuerbar sein. Vermieter*innen dürfen diese Verbesserungen nicht zur Gewinnmaximierung zu Lasten von Mieter*innen nutzen.
Die Bundesregierung muss den Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor sofort beschließen und einleiten – im Einklang mit dem 1,5-Grad-Limit. Klimafreundliche Alternativen wie der inklusive und möglichst kostenfreie öffentliche Nahverkehr, Bahn und Radverkehr müssen schnell und massiv ausgebaut werden – und Zugfahren dabei deutlich günstiger als Fliegen sein. Gleichzeitig muss die örtliche Infrastruktur gestärkt werden: Kurze Wege zu Kitas, Schulen und Ärzt*innen überall im Land reduzieren Verkehr und ermöglichen ein gutes Leben für alle.
Die Bundesregierung muss eine diskriminierungsfreie Grundsicherung gewährleisten, die vor Armut schützt und Teilhabe sichert. Ob Kindergrundsicherung, sozialer Arbeitsmarkt oder begrenzte Eigenanteile in der Pflege – damit jede*r klimafreundlich leben kann, muss soziale Sicherheit für alle garantiert sein.
Notwendige Investitionen für sozial gerechten Klimaschutz können unter anderem durch die Streichung umweltschädlicher Subventionen, einen wirksamen CO2-Preis, Einnahmen aus dem EU-Emissionshandel sowie die Umlenkung der EU-Agrarmittel finanziert werden. Wer viel leisten kann und viele Ressourcen verbraucht, muss in einem sozial und ökologisch gerechten Steuersystem auch verstärkt zum Wandel beitragen.
Demonstrieren
Mit Fridays for Future auf die Straßen!
Seien auch Sie beim Klimastreik dabei!
(Jörg Farys
/
BUND)
Am 29.11. ruft Fridays For Future bundesweit alle auf beim Klimastreik dabei zu sein. In hunderten Städten und Gemeinden organisieren die Schüler*innen Demonstrationen, Kundgebungen, Menschenketten oder andere Aktionen.
Seien Sie mit dabei und helfen Sie den Schüler*innen, wo Hilfe gebraucht wird.
Mobilisieren
Mobilisierungsmaterial für Interessierte
Aktionspaket für BUND-Gruppen
Der Bundesverband unterstützt BUND-Gruppen mit dem kostenlosen Aktionspaket "Klima retten!". Damit können die Plakate, Flyer und Aufkleber für die Mobilisierung zum Klimastreik am 29.11. sowie BUND-Aktions- und Informationsmaterialien bestellt werden.
BESTELLEN
Mehr Informationen
- Weitere Infos zum Klimastreik finden Sie auf der Bündnis-Website www.klima-streik.org